Ende der ersten Europatournee

Das Abschlusstreffen des ersten COMENIUS-Projektes der Oberschule fand letzte Woche in Bockenem statt.

COMENIUS-Projekt der Oberschule mit Abschlusstreffen in Bockenem beendet / Vorbereitungen laufen schon wieder

Ein wenig Trauer schwang schon mit. Denn das zweijährige COMENIUS-Projekt der Oberschule Bockenem fand nun in Bockenem seinen Abschluss. Schulen aus Norwegen, Italien, Portugal und Spanien kamen dazu in die Ambergaumetropole. Nur die Franzosen, die hatten sich im Termin vertan und waren bereits vor zwei Wochen zu Besuch. „Wir mussten ganz kurzfristig ein Programm erstellen und Gastfamilien finden. Dem hat sich der Französisch-Kurs angenommen, wofür wir allen Beteiligten sehr danken“, berichtete Schulleiterin Dagmar Pallinger.
Das war aber auch schon eine der wenigen „Pannen“ während der zwei Jahre. Ansonsten überwiegen ganz klar die positiven Erinnerungen. „Es war eine sehr aufregende Zeit für Schüler, Eltern und Lehrer. Für uns alle war es Neuland“, erklärte Pallinger in ihrer von Gabriele Frenzel gedolmetschten Rede. Die Schüler hätten bei ihren Reisen mutig sein müssen. Viele hatten vorher die Befürchtung, sich nicht verständigen zu können. Da sei die Freude nach der ersten Nacht bei den Gastfamilien groß gewesen, die Mitschüler und sogar die Lehrer wiederzusehen. „Wäre das hier doch auch nur so“, meinte die Schulleiterin schmunzelnd. Weiter berichtete sie, dass am Ende bei allen Teilnehmern drei Erkenntnisse gestanden hätten: „Sie waren zu Recht stolz auf sich, sie haben festgestellt, sich in einer anderen Sprache verständlich machen zu können, notfalls mit Händen und Füßen. Und sie haben ein fremdes Land kennengelernt.“
Die Beteiligten hätten ihren Horizont erweitert und Brücken gebaut. „Sind das nicht die wichtigsten Bildungsziele?“ fragte Dagmar Pallinger in die Runde.
Bürgermeister Martin Bar­­-tölke hofft, dass die auswärtigen Gäste positive Erfahrungen von Bockenem mit nach Hause nähmen. Die Bockenemer hatten zum Abschluss ein Bildervideo von den sechs Treffen zusammengestellt und mit Musik des jeweiligen Landes zusammengestellt. Da kamen noch einmal viele Erinnerungen hoch. Trotz der vielen Arbeit, die die Bockenemer hatten, immerhin wurden sie zur Federführung des Projektes „verdonnert“ meinte Lehrer Andreas Kern „Wir bereuen nichts!“
Daher laufen auch jetzt schon die Vorbereitungen für das zweite COMENIUS-Projekt. Die Portugiesen aus Amora-Seixal und Norweger aus Nordkjosbotn sind wieder mit von der Partie. Dazu kommen diesmal wohl Schulen aus der Slowakei und Bulgarien, eventuell eine aus der Türkei.