Ernteanlieferung bei Agravis klappt reibungslos

Fast wie ein Spielzeug wirkt das Traktorgespann des Holler Landwirts Joseph Rathmannn vor den riesigen Silotürmen.

7500 Tonnen Getreide passen in die drei neuen Silotürme / In wenigen Wochen zieht auch das Büro um

Die Gerstenernte und die Rapsernte sind eingefahren. Bei dem Unternehmen Agravis, das seine neue Betriebstätte im Bockenemer Gewerbepark vor gerade einmal vier Wochen einweihen konnte (der „Beobachter“ berichtete), stellt man sich jetzt auf den Weizen ein, dessen Einbringung inzwischen begonnen hat.
„In den zurückliegenden Tagen sind bei uns rund 500 Tonnen Gerste und zwischen 1000 und 1500 Tonnen Raps angeliefert worden“, berichtet der junge Wiegemeister Jens Werner, der am frühen Mittwochmorgen um 8.10 Uhr zusammen mit der Erntehelferin Maike Thal, die für die Laboranalyse des angelieferten Gutes zuständig ist, als erstes 30 Tonnen Sommergerste des Holler Landwirts Joseph Rathmann entgegen nimmt. Die riesige Siloanlage mit ihren drei Türmen – im Ambergau bereits als „Bockenemer Leuchttürme“ apostrophiert – fasst 7500 Tonnen Getreide. Daneben hält Agravis ein Düngerlager mit 3000 Tonnen vor und ein großes Pflanzenschutzmittellager, aus dem aber nur Landwirte und Zertifizierte beliefert werden. Zur Einrichtung wird noch ein Flüssigkeitsdüngerlager kommen, das auf 200.000 Liter ausgelegt sein wird. Aus diesem können sich die Kunden per Karte den ganzen Tag „rund um die Uhr“, also 24 Stunden bedienen.
Die Agravis-Niederlassung in Bockenem hat einen Einzugsbereich, der den Oberen, den Mittleren und den Unteren Ambergau umfasst und damit also von Kirchberg und Ildehausen im Süden bis nach Holle und Derneburg im Norden reicht. Hinzu kommen das Luttersche Becken und einige randlich liegende Ortschaften, so im Raum Bodenburg. Die benachbarten Agravis-Niederlassungen bestehen in Altgandersheim, Othfresen, Freden und Sehlem.
„Die Landwirte aus dem Ambergau und dem Lutterschen Becken liefern eigentlich alle bei uns an, obwohl die Frage, wohin die Ernte verkauft wird, für sie immer eine Preisfrage ist“, erläutert Jens Werner, der zuvor stolz darauf hingewiesen hat, dass die neue Bockenemer Anlage eine Annahmekapazität von immerhin 200 Tonnen in der Stunde besitzt.
Die gesamte Siloanlage ist zwar pünktlich fertig geworden, doch an den Büroräumen der neuen Betriebsstätte müssen noch die letzten Arbeiten ausgeführt werden. Daher residiert das Büroteam mit dem Lagerleiter, zwei Bürokaufleuten und einem Auszubildenden noch in der alten Betriebsstätte. Doch Mitte September hofft man, auch die Büroabteilung in der neuen Betriebsstätte zu haben.