Eröffnungsbilanz liegt vor

Positives Bild für Stadt Bockenem

Nach der zum 1. Januar 2011 erfolgten Umstellung des städtischen Rechnungswesens von der Kameralistik auf das „Neue Kommunale Rechnungswesen“(NKR) liegt nunmehr die erste sogenannte Eröffnungsbilanz vor, die für Bockenem ein recht positives Bild zeigt. Bei einer Bilanzsumme von rund 66 Millionen Euro beläuft sich das Eigenkapital der Stadt, also das Vermögen abzüglich der Schulden, auf 43,2 Millionen, was einer Eigenkapitalquote von 65,5 Prozent entspricht. Der Vergleich mit anderen Kommunen in der Region Hildesheim ist derzeit noch nicht möglich, da aktuell noch nicht alle ihre Bilanzen vorliegen haben.
Mit dem neuen Haushaltsrecht erfolgt die Darstellung des gesamten Vermögens und der Schulden in Form einer Bilanz. Eingebunden sind Geldverbrauch und Geldaufkommen und die Darstellung der Vermögensabnutzung in Form von Abschreibungen. Die wesentlichen Einzelpositionen trug auf der letzten Ratssitzung die Kämmereileiterin Kerstin Warnecke vor.
Das Sachvermögen Bockenems beträgt 60,9 Millionen Euro. Davon entfallen 6,1 Millionen auf unbebaute und 6,8 Millionen auf bebaute Grundstücke und 45,4 Millionen auf Infrastrukturvermögen. In dieser Teilsumme entfallen 31,7 Millionen auf die Schmutz- und Niederschlagswasserkanalisation. Erfasst wurden unter anderem 1500 Grundstücke, davon 800 Straßenflächen, 260 Straßen, 109 Gebäude, elf Brücken und sechs Kulturdenkmäler.
Das Finanzvermögen der Stadt belief sich zum Stichtag 1. Januar 2011 auf 2,1 Millionen Euro, und die liquiden Mittel machten 2,6 Millionen aus. Auf der Passivseite standen dagegen Kredite in Höhe von 17,2 Millionen, was einem Wert des Sachvermögens von 28,2 Prozent entsprach.
Erfasst wurden weiterhin die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen für die Versorgung der Beamten in Höhe von 5,1 Millionen und erhaltene Zuweisungen und Zuschüsse, Beiträge und ähnliche Entgelte in Höhe von 17,6 Millionen Euro.
„Wir wissen jetzt, was wir in unseren Büchern haben“, meinte zum Schluss des Vortrags der Kämmerin der SPD-Fraktionsvorsitzende Siegfried Berner. Er, wie auch Dr. Gerhard Bartels von der CDU und Ulrich Schrader von den Grünen, dankten der Kämmerin und ihren Mitarbeitern für diese umfangreiche geleistete Arbeit.