Etwa 200 Gäste beim Fest zum 40-jährigen Jubiläum der Ev. Jugendhilfe Bockenem

 

Aus Sommerfest mit Spiele-Olympiade wird eine improvisierte Regenparty

Das Sommerfest der Ev. Jugendhilfe Bockenem, ganz aufwändig geplant mit vielen Aktivitäten auf dem großen Grundstück, improvisierten die Mitarbeiter der Jugenhilfe kurzerhand um in eine Regenparty. Ulrike Grund, Geschäftsführerin der Ev. Jugendhilfe, bedauerte dies in ihrer Begrüßungsansprache, bei der etwa 200 Erwachsene, Kinder und Jugendliche versuchten in drangvoller Enge einen Platz mit Blick auf die improvisierte Bühne zu ergattern. Sie sagte: „40 Jahre Jugendhilfe sind ein guter Grund zu feiern und wir lassen uns die gute Stimmung vom Wetter nicht verderben.“ Nach einem kurzen Rückblick auf die Entstehung der Jugendhilfe, gegründet 1979 im alten Kinderheim in Bockenem über die Aufteilung in Wohngruppen und die Dezentralisierung der Gruppen in den Ortschaften Königsdahlum, Holle, Bad Salzdetfurth und Bockenem bis zum Bau des neuen Verwaltungsgebäudes im Bockenemer Vogesberg, übergab sie das Mikrophon an die Moderatoren des Bühnenprogramms Doreen Ellwandt und Christian Hanisch. Das geplante Programm, das wegen der Enge der zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten etwas gekürzt werden musste, begann mit diversen Sketch-Vorführungen der Tagesgruppe Sarstedt 2. Ob beim Friseur, dessen Haarschnitte vom „Heiligen Vater“ nicht gewürdigt werden konnten, als Obstverkäufer, der Bananen und Mandarinen wieder „auffüllen“ sollte, bis zum Einbrecher, der vom überraschend aufgetauchten Hausbesitzer nicht der Polizei übergeben, sondern als „Dritter Mann“ zum Skat spielen eingeladen wurde – die Jugendlichen wurden vom Publikum mit Lachen und viel Applaus belohnt. Dann folgen Albina und Kassandra, die „Hip-Hop-Queens“ der Tagesgruppe Nord 2 mit gekonnt dargebrachten Tanzvorführungen. Unter dicht an dicht stehenden Pavillons auf dem Außengelände waren die Buttonmaschine und der Malstand dicht umlagert. Die Kinder konnten in „Fühlkisten“ nach Federn, Watte, und Tannenzapfen tasten. Groß war dann die Überraschung, wenn die kleinen Finger bei der letzten Kiste im Cremetopf landeten. Natürlich durfte auch der Klassiker Dosenwerfen nicht fehlen. Die Erwachsenen ließen sich derweil Kaffee und selbstgebackenen Kuchen gut schmecken. Im zweiten Teil des Bühnenprogramms traten zu Beginn die „Gesangs-Profis“ der Erziehungsstelle Bergen auf. Wie die Profis standen die drei Mädchen im Scheinwerferlicht und trugen ihren Lied vor. Da war es nicht weiter schlimm, dass die kleinste zwischenzeitlich vom Lampenfieber übermannt wurde und erst nach tröstenden Worten wieder auf der Bühne stand. Die Gäste bejubelten den gelungenen Vortrag und den Mut der Kleinen. Den Abschluss der Darstellungen auf der Bühne machte der „Erziehungsstellen-Chor“. Mit dem selbst getexteten Juhibo-Song: „40 Jahre Jugendhilfe Bockenem – wir alle sind dein Fan- wir haben etwas auf den Weg gebracht – gemeinsam sind wir stark“ ging der abwechslungsreiche Nachmittag dem Ende zu. Selbstverständlich blieben die Gäste noch ein Weilchen, um miteinander zu klönen, Erfahrungen auszutauschen oder sich noch einmal dem Kuchenbuffet zu widmen.