Feuer in der Lackkabine ausgebrochen

In der Halle 38, wo das Feuer ausgebrochen war, werden Endlosprofile gefertigt und anschließend mit Lack beschichtet. (Foto: Michael Vollmer)

Brand bei Toyoda Gosei Meteor: Fünf Mitarbeiter mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in Krankenhäusern

Ein Brand bei der Firma Toyoda Gosei Meteor hat am Freitagabend die Rettungskräfte in Atem gehalten. Das Feuer war in einer Lackkabine ausgebrochen. Von dort aus breiteten sich die Flammen rasch im Abluftsystem der Anlage aus.

Vor allem machten die brennenden Ablagerungen in den Rohren den Rettern zu schaffen. Fünf Mitarbeiter kamen mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in Krankenhäuser.
Als gegen 19.15 Uhr der Alarm in der Leitstelle auflief, wurden sofort die Freiwilligen Feuerwehren Bockenem, Bornum, Königsdahlum und die Löschgruppe Wohlenhausen in Marsch gesetzt. Minuten nach der Alarmierung traf auch die 20-köpfige Werkfeuerwehr an der Halle 38 ein, in der Endlosprofile gefertigt und anschließend mit Lack beschichtet werden. Bei den Löscharbeiten schlugen den 80 Brandschützern auch offene Flammen entgegen. Das machte den Einsatz nicht einfacher. Dennoch gelang es den Rettern, die Situation recht schnell in den Griff zu bekommen.
Mittlerweile hatten alle Beschäftigen die völlig verqualmte Halle verlassen. „An der selben Stelle war es vor Jahren schon einmal zu einem Brand gekommen“, berichtet Werkbrandmeister Bernd Hoffmeister. Spezialisten der Polizei untersuchen nun, warum es zu dem Brand in der Lackkabine gekommen war. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Die Anlage fällt zumindest für die Zeit der Reparatur aus. Durch den Produktionsausfall entstehen dem Unternehmen weitere Kosten, die noch nicht beziffert werden können. Eigentlich wäre die Anlage am heutigen Montag planmäßig wieder angelaufen.
Drei Rettungswagen brachten die Mitarbeiter, die in der Halle zu viel Rauch eingeatmet hatten, zu weiteren Untersuchungen in die umliegenden Krankenhäuser. Hochleistungslüfter pusteten schließlich den gefährlichen Rauch aus dem Gebäude. Gegen 20.30 Uhr gaben die Verantwortlichen die Halle 38 wieder frei. Die Mitarbeiter durften an ihren Arbeitsplatz zurück. „Die Löscharbeiten sind ohne Probleme verlaufen. Es erfolgt aber eine Nachbesprechung, um alle wichtigen Punkte noch einmal näher zu betrachten“, erläutert der Werkbrandmeister.