Feuerwerk in der Innenstadt verboten

Silvesterknaller und -raketen sind in der Bockenemer Innenstadt verboten. (Foto: Tim Reckmann/pixelio.de)

Raketen und Knaller in der Nähe von Fachwerkhäusern nicht erlaubt

In wenigen Tagen geht das Jahr 2015 zu Ende. Traditionsgemäß werden dann zu Silvester die „bösen Geister“ mit Böllern und Raketen vertrieben. Solche Kleinfeuerwerke werden im Sprengstoffgesetz den „Pyrotechnischen Gegenständen der Kategorie 2“ zugeordnet. Zum Jahreswechsel ist der Verkauf von Kleinfeuerwerk vom heutigen Dienstag bis zum Donnerstag, 31. Dezember, erlaubt.
Das Abbrennen von Kleinfeuerwerk ist nur am Silvester- und Neujahrstag gestattet, und darf nur von Personen erfolgen, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Reet- und Fachwerkhäusern ist verboten. Weitere Einschränkungen sind möglich.
In Bockenem betrifft dies vor allem die Innenstadt. Das Abbrennverbot wurde aus Gründen des vorbeugenden Brandschutzes erlassen, so dass der Begriff „unmittelbare Nähe“ einen Mindestabstand von 30 Metern bei handgeworfenen Feuerwerkskörpern und von 200 Metern bei hochsteigenden Feuerwerkskörpern zu Reet- und Fachwerkhäusern voraussetzt.
Diese Regelung hat zur Folge, dass innerhalb des Kernbereichs von Bockenem, begrenzt durch die Straßen: Am Alten Friedhof, Ortshäuser Straße, An den Teichhöfen, Schlangenweg, Südwall, Allee, Hindenburgstraße und Nordwall das Abbrennen jeglicher Feuerwerkskörper (Ausnahme Kinderfeuerwerk) verboten ist. In einem Umkreis von 200 Metern um diesen Bereich ist das Abbrennen von hochsteigenden Feuerwerkskörpern ebenfalls verboten.
Auch in den anderen Ortschaften der Stadt Bockenem gilt das Abbrennverbot im Umkreis von Reet- und Fachwerkhäusern. Nähe Auskünfte erteilt das Ordnungsamt der Stadt Bockenem unter der Telefonnummer (05067) 242-332.
Es darf nur Feuerwerk mit einer in der Europäischen Union gültigen Zulassung, wie zum Beispiel von der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) verkauft werden. Feuerwerksartikel ohne Zulassung werden häufig mit unzulässigen Materialien verarbeitet oder unsachgemäß hergestellt. Bei solchen Artikeln kann es zu unkontrollierbarer Entzündung und auch zu gefährlicher Splitterung kommen. Wer nicht zugelassene Artikel verwendet, gefährdet sich selbst und andere. Außerdem ist die Verwendung strafbar. Ordnungswidrigkeiten nach dem Sprengstoffgesetz – dazu gehört auch das Knallen vor Silvester – können mit einer Geldbuße bis zu 50.000 Euro geahndet werden.