Fragen rund um die Jugendhilfe werden beantwortet

Auch sie sind am Donnerstag am Telefon: Bettina Emter, Christina Gerlach-Sufin und Klaus Bange vom Jugendamt des Landkreises. (Foto: Landkreis)

Kreisjugendamt schaltet am 12. Mai Hotline für Bürgerinnen und Bürger frei

Bürgerinnen und Bürger können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreisjugendamtes zu dem Aufgabenspektrum der Jugendhilfe am Donnerstag, 12. Mai, in der Zeit von 14 bis 18 Uhr telefonisch befragen. Dafür stehen eigens eingerichtete Telefonnummern zur Verfügung.

Bockenem/Hildesheim (bo). Kindertagesbetreuung: Das Jugendamt berät Eltern, wenn es um die Tagesbetreuung von Kindern in Krippen, Kindertageseinrichtungen und bei Tagespflegepersonen geht. Ansprechpartner: Bettina Emter, Christina Gerlach-Sufin, Telefon (05121) 3096001.
Erziehungsberatung: Die Mitarbeiter der Erziehungsberatungsstelle können von Eltern und Jugendlichen (auf-)gesucht werden, ohne dass im Vorfeld jemand um Erlaubnis, Überweisung oder Kostenanerkenntnis gefragt werden muss. Die Erziehungsberatungsstelle ist mit Beginn des Jahres 2011 ein gemeinsames Angebot in Stadt und Landkreis und gemeinsam ist auch das Kennzeichen für die Arbeit mit den Ratsuchenden. Ansprechpartner: Paul Wolpers, Brigitte Ohm, Telefon (05121) 3096002.
Jugendarbeit/ Jugendsozialarbeit: Selbstbewusstsein, Selbstständigkeit und soziales Miteinander fördern und zum Mitgestalten in der Gesellschaft anregen, das sind Kernziele der Jugendarbeit. Das Jugendamt fördert Jugendfreizeiten, Jugendkulturarbeit und außerschulische Bildungsangebote der Jugendverbände und der kommunalen Jugendarbeit. In Jugendeinrichtungen können Jugendliche ihre Talente entfalten, Neues ausprobieren und persönliche Probleme mit professionellen Ansprechpartnern klären. Neben den Beratungsangeboten der Jugendsozialarbeit (PACE) für Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger gibt es beispielsweise auch sozialpädagogische Arbeits- und Beschäftigungsmaßnahmen. Damit werden Schulabbrüche vermieden und Strukturen zum Einstieg in die Berufsausbildung geschaffen. Ansprechpartner: Klaus Bange, Ulf Trombach, Telefon (05121) 3096003.
Hilfen zur Erziehung, Trennungs- oder Scheidungsberatung, Jugendgerichtshilfe: Manchmal ist die Situation in Familien so verfahren, dass sie allein nicht mehr weiter wissen. In diesen Situationen können sich Eltern, Kinder und Jugendliche an den Bezirkssozialdienst wenden. Einige Eltern brauchen eine Zeit lang intensivere Hilfe bei der Erziehung. Dann wird im Einzelfall eine geeignete Hilfe vermittelt, vielleicht eine Erziehungsberatung, ein Elternkurs, eine sozialpädagogische Familienhilfe oder eine unmittelbare Hilfe für das Kind oder den Jugendlichen. Leider ist ein weiteres Zusammenleben mit der Familie nicht immer möglich. Dann sucht das Jugendamt unter Beteiligung der Familie eine geeignete Pflegefamilie für das Kind oder vermittelt es in eine gute Einrichtung.
Bei Trennung oder Scheidung bietet der Bezirkssozialdienst Beratung in Fragen der partnerschaftlichen Bewältigung von Familienkonflikten und der gemeinsamen verantwortungsvollen Ausübung der elterlichen Sorge sowie des Umgangsrechts an und beteiligt sich auch an Verfahren vor dem Familiengericht. Wenn Kinder und Jugendliche straffällig werden, steht ihnen die Jugendgerichtshilfe zur Seite. Sie nimmt eine Mittlerfunktion zwischen dem Jugendgericht und dem oder der betreffenden Jugendlichen ein. Ansprechpartner: Michael Schille-Schumacher, Daniela Baumgart, Telefon (05121) 3096004.
Vormundschaften, Unterhalt, Elterngeld: Wenn Eltern die Interessen ihrer Kinder nicht mehr vertreten können oder dürfen, bekommen die Kinder einen Vormund. Steht kein geeigneter Einzelvormund oder Vereinsvormund zur Verfügung, wird das Jugendamt vom Familiengericht zum Amtsvormund bestimmt und vertritt die Interessen des Kindes. Nach der Geburt eines Kindes bietet das Jugendamt einer unverheirateten Mutter Beratung und Unterstützung bei der Vaterschaftsfeststellung und der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen an. Im Rahmen einer Beistandschaft wird der Elternteil, bei dem das Kind lebt, bei der Geltendmachung der Unterhaltsansprüche unterstützt. Ansprechpartner: Claudia Kemnah, Bettina Krüger, Telefon (05121) 3096005.
Frühe Hilfen: Familienhebammen, Willkommen im Leben, Prävention in aller Frühe (PIAF): Für einen guten Start ins Familienleben werden Familien im Rahmen der Aktion „Willkommen im Leben“ über Unterstützungs- und Beratungsangebote der Jugendhilfe informiert, damit junge Familien von Anfang an wissen, an wen sie sich wenden können, wenn sie Hilfe brauchen. Das Jugendamt ist zudem mit Familienhebammen vernetzt. So kann es frühzeitig die richtigen Hilfen anbieten, wenn der Eindruck entsteht, dass junge Eltern allein mit dem Säugling überfordert sein könnten. Nach positiven Erfahrungen in einem Modellprojekt werden im Landkreis Hildesheim alle vierjährigen Kinder demnächst im Rahmen von PIAF vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst untersucht und in einer Zusammenarbeit von Kindertagesstätten, Eltern, Bezirkssozialarbeit und dem Kinder- und Jugendgesundheitsdienst frühzeitig gefördert. Ansprechpartner: Suleika Riemann, Julia Dasecke, Telefon (05121) 3096006.