Freibad-Details auf dem Tisch

Jugend- und Schulausschuss bringt „Katalog“ auf den Weg

Von Karsten Knoblich,
Bockenem

Nur noch ein paar Wochen, dann rollt im Bockenemer Stadtbad schweres Baugerät an. Grund: Die Arbeiten zu der vom Rat der Stadt beschlossenen grundlegenden Sanierung des Freibades beginnen. Die Grobplanung steht schon länger. Einige „Variablen“ und Detailfragen waren aber noch zu klären. Bis Mitte vergangener Woche mussten diese „Hausaufgaben“ erledigt sein; schließlich ist die Erteilung der entsprechenden Aufträge gemäß Ausschreibung an Fris­ten gebunden.
So hatten sich Ende Juli die Vertreter von Stadtbadförderverein, DLRG-Ortsgruppe und SV Poseidon getroffen, um sich mit Blick auf die offen stehenden Punkte abzustimmen. Der daraus resultierende kleine „Variablen“-Katalog wurde nun den Mitgliedern des Jugend- und Schulausschusses vorgelegt. Größeren Beratungsbedarf gab es hier aber nicht. Lediglich die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Annegret Schnieder-Böttinger, wies darauf hin, dass die geplante Verlegung der Einstiegstreppe in das Schwimmerbecken von hinten links nach vorne links nicht optimal sei. Zum einen sei das der bevorzugte Standort für die Trainer, zum anderen sitze hier bei Wettkämpfen das Schwimmgericht. Michael Los­ke, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, sagte zu, das „Treppenproblem“ bis zur Verwaltungsausschusssitzung zu klären.
Ansonsten stimmte der Ausschuss der Sanierung des Freibades entsprechend den Variablen einstimmig zu. Vorgesehen ist demnach unter anderem die Einrichtung einer zentralen Toilettenanlage im Liegebereich, die Anschaffung von Schwall- und Nackendusche, der Erhalt der 1-Meter-Sprunganlage sowie nicht zuletzt eine beschränkte Ausschreibung für die „kleinen Gewerke“. „Damit soll dem örtlichen Handwerk die Beteiligung am Umbau ermöglicht werden“, machte Michael Loske deutlich. Nicht geben wird es aufgrund zu hoher Kosten eine LED-Unterwasserbeleuchtung. Als Obergrenze der Ausgaben gelten die veranschlagten Haushaltsmittel in Höhe von 2,1 Millionen Euro.
Ebenfalls einstimmig grünes Licht gaben die Mitglieder des Gremiums für einen Sanierungszuschuss in Höhe von 3400 Euro. In dessen Genuss soll der evangelische Kindergarten in Bockenem kommen. Dort ist im Zuge der Dachsanierung der Einbau einer zweiten Personaltoilette vorgesehen. Und auch notwendig, betonte Michael Loske. Würden hier nur Erzieherinnen und Praktikantinnen tätig sein, würde sich das Problem nicht stellen. Da aber auch männliche Hospitanten und gegebenfalls künftig Erzieher beschäftigt werden, müssen gemäß Arbeitsstättenrichtlinie Toiletten für beide Geschlechter vorgehalten werden. Bei der Kostenschätzung für die Sanierung sei eine zusätzliche Toilette aber nicht berücksichtigt worden. Damit waren auch für Karsten Treutler (UWG) alle Fragen geklärt. Er hatte zuvor nämlich darauf hingewiesen, dass für die Dachgeschosssanierung bereits 2010 Haushaltsmittel in Höhe von 60.000 Euro als Obergrenze bereitgestellt worden waren. Der Ausschuss votierte schließlich dafür, besagte 3400 Euro im Nachtragshaushalt zur Verfügung zu stellen.