Freiwilligen Agentur im Ambergau zieht Bilanz

Die Geschäftsstelle der Freiwilligen-Agentur ist eine Anlaufstelle für alle, die hilfe benötigen oder helfen möchten.
 
Susanne Meyer, Leiterin der MiA, an ihrem Arbeitsplatz in der Geschäftsstelle.

Erster Rechenschaftsbericht von „MiA“ in der Ratssitzung über Erfolge und Zukunftspläne

Ulrike Rupprecht, Ansprechpartnerin der Stadtverwaltung für die Freiwilligenagentur Miteinander im Ambergau (MiA), sprach die einführenden Worte des Vortrages. Sie erläuterte, dass die im Herbst 2009 gegründete Freiwilligenagentur Vereinen, Verbänden und Initiativen die Möglichkeit zur Vernetzung zu geben wollte.

Durch gezielte Beratungsangebote sollten Brücken zwischen engagierten Bürgern, die ehrenamtliche Tätigkeiten anbieten möchten, und Organisationen oder Bürgern, die Hilfe benötigen gebaut werden. Für 2009 und 2010 seien Landeszuschüsse in Höhe von rund 23.000 Euro zugesagt worden. Die Personalkosten der Mitarbeiter wurden befristet auf ein Jahr mit 75 Prozent vom Jobcenter bezuschusst.
In der Anfangsphase hätten sich die Mitarbeiter der MiA bemüht gute Kontakte zu anderen Freiwilligenagenturen sowie den Bockenemer Vereinen und Verbänden aufzubauen. Susanne Meyer, Leiterin der MiA, berichtete dann über die Arbeit der Agentur. Nach der Eröffnung im Februar 2010 habe man zuerst Kontakte zu Schulen, Kindergärten und Vereinen aufgenommen. Erste Erfolge hätte man mit der Vermittlung von Lesepaten, Schülerlotsen oder pädagogischen Mitarbeiterinnen für den Nachhilfeunterricht an der Grundschule erzielen können. Hauptschüler könnten beim Einstieg ins Berufsleben begleitet werden. Gute Kontakte beständen zur Diakonie im Kirchenkreis Hildesheim. Das Projekt „Hilfen für Lisa`s kleine Schwester“ unterstützen die Kindergärten beim Kampf gegen Kinderarmut mit einem Fond aus der Landeskirche.
Im Juni habe man mit den Kindern der Grundschule Bornum einen Teil des Schulgeländes umgegraben und bepflanzt. Für die Zukunft seien unterschiedlichste Projekte in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule sowie dem Kinder- und Jugendtreff „Konfetti“ geplant. Der diesjährige Weltkindertag werde von der MiA koordiniert. Hier hätten sich schon viele Freiwillige bereit erklärt zum Gelingen der Veranstaltung beizutragen. Im Dezember werde man sich am „Weihnachtsdorf“ in der Sitzmulde am Buchholzmarkt beteiligen. In Zusammenarbeit mit dem sozialen Projekt der Toys Company Hildesheim, für die die MiA gebrauchtes Spielzeug sammelt, wird der Weihnachtsmann kleine Päckchen verteilen. Ein weiteres für die Weihnachtszeit geplantes Objekt sei der „Soziale Tannenbaum“. Von der Bürgerstiftung finanziell unterstützt sollen an Kindergärten und Schulen Gutscheine für Geschenke verteilt werden. Die Lehrer und Erzieher könnten dann die bedürftigsten Kinder auswählen und ihnen eine kleine Weihnachtsüberraschung bereiten. Wichtig hierbei ist für Susanne Meyer, dass diese sozialen Projekte unter Ausschluss der Öffentlichkeit ablaufen: „Vielen Beschenkten ist es sicher nicht recht, öffentlich benannt zu werden und somit als bedürftig stigmatisiert zu werden.“
Am wichtigsten war ihr aber der Hinweis, dass die MiA seit kurzem eine eingetragene „DabeiSein!“-Servicestelle ist. Damit können ab sofort für bedürftige Kinder und Jugendliche über die MiA Zuschüsse beantragt werden, die auch diesen Kindern die Mitgliedschaft in Vereinen, Musik- und Kunstschulen ermöglichen.
Zusammenfassend läßt sich zur Freiwilligen Agentur sagen, dass durch Kürzung der Mittel vom Arbeitsamt die Agentur nur noch mit einer Mitarbeiterin besetzt ist. Dieser Vertrag laufe allerdings auch nur noch bis Dezember. Danach müsse man sehen, wie es weitergehen könne. Von der ursprünglichen Idee nur freiwillige, ehrenamtliche Helfer zu vermitteln, habe man sich weit entfernt. Wichtiger sei es eigene Projekte zu initiieren und Netzwerke aufzubauen. Langfristig könne die MiA nur weiter bestehen, wenn sie von Vereinen und Verbänden über einen Trägerverein übernommen würde. Obwohl man zugeben müsse, dass einiges noch nicht gut oder noch nicht rund läuft, sei die MiA auf einem guten Weg. Der Internetauftritt der Agentur werde zurzeit mit ehrenamtlicher Unterstützung auf den neuesten Stand gebracht. Entscheidend sei es die Öffentlichkeitsarbeit zu verbessern, damit die MiA im Gespräch bleibe. Auch wenn die finanzielle Förderung wegfalle, sei es wichtig, dass die begonnene Arbeit fortgesetzt werde. Nach einem halben Jahr MiA könne man sagen, es sei ein erfolgreicher Start.