Für unansehnliche Container schon neuen Standort gefunden?

Der Lappenberg heute: grau, trist, mit Containerinsel. (Foto: Klaube)

Verlegung in Kurze Burgstraße? / Tristes Erscheinungsbild des Lappenberges beschäftigt Bockenemer Ortsrat seit Jahren

Bockenem (LB). Kurze und Lange Burgstraße münden in Bockenem bekanntlich auf den Lappenberg; ein Ort, der wenig Ansehnliches verheißt und sich gegenwärtig durch Tristesse auszeichnet. Im späten Mittelalter, als Bockenem in diesem Teil der Altstadt über eine bischöfliche Burg verfügte, in welcher ein Vogt die Rechte des Hildesheimer Bischofs als obersten Stadtherrn wahrnahm, trug dieser Platz einen anderen Namen, wahrscheinlich den eines Burghofs. Später aber büßte die Bockenemer Stadtburg ihre Bedeutung ein, und der Burghof wurde zum wenig ansehnlichen Lappenberg. Daran hat sich dann nichts mehr geändert.
Zwar gab es vor rund 30 Jahren Bestrebungen, diesen innerstädtischen Bereich durch bauliche Umgestaltung aufzuwerten und ihn über die ebenfalls umzugestaltende Kurze Burgstraße mit dem damals noch lebhaften und mit Geschäften besetzten Markt zu verbinden, doch wurde dieses Vorhaben, für das es auch einen Planentwurf eines Goslarer Architektenbüros gab, aus Kostengründen nicht realisiert, obwohl es der Stadt damals finanziell noch besser ging.
Das triste Erscheinungsbild des Lappenberges hat in den letzen sechs Jahren immer wieder den Ortsrat beschäftigt, ohne dass letztlich etwas geschah. Insbesondere ging es immer wieder um die eingangs des Platzes stehenden Container.
Mittlerweile scheint jedoch Bewegung in die Angelegenheit zu kommen. Nachdem die Stadt in der Nähe, in der Kurzen Burgstraße, eine kleinere Grundstücksfläche erwerben konnte, gibt es die Überlegung, den Standort nach Abriss einiger dort stehender Schuppen möglicherweise in diesen Bereich zu verlegen. Ortsbürgermeister Siegfried Berner dazu: „Es geht in kleinen Schritten voran; wir werden das Problem schon lösen.“