Fußmassage für müde Gäste im Oasencafé

Mittagspause im Bremer Oasencafé: Mangels Palmwedel fächelt ein Café-Mitarbeiter mit einem Pappersatz der Gruppe aus dem Hildesheimer Land und Alfeld frische Luft zu. (Foto: Neite)

70-köpfige Gruppe aus dem Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld beim 33. Deutschen Kirchentag in Dresden

Bockenem/Dresden (bo). Subtropische Temperaturen herrschten beim 33. Deutschen Kirchentag in Dresden. Als hätte sie’s geahnt, hatte die 70-köpfige Gruppe aus dem Kirchenkreis Hildesheimer Land-Alfeld schon bei der Planung den perfekten Mittagstreffpunkt ausgesucht: das Bremer Oasencafé auf dem Messegelände. Dort konnte man sich kostenlos die Füße waschen und massieren lassen, für erschöpfte Pflastertreter/innen gab es noch eine Rückenmassage obendrauf.
Der einzige andere Fixpunkt, den die Organisatorin, Diakonin Andrea Gärtner, zumindest mit den jugendlichen Gruppenmitgliedern ausgemacht hatte, war die mitternächtliche Rückkehr im Quartier: „Da schaue ich, dass alle da sind.“ Auf dem Kirchentag, dessen Veranstaltungsorte sich über die ganze Stadt erstreckten, konnte man sich durchaus mal verlaufen. Doch die Zettel mit Handynummern für den Notfall, die alle bekommen hatten, wurden nicht benötigt.
Die Teilnehmer/innen, die mit zwei Bussen aus dem Kirchenkreis angereist waren, stellten sich ansonsten ihr ganz persönliches Programm zusammen. Familien mit kleinen Kinder, Jugendliche, Rentner/innen – zu unterschiedlich waren die Interessenslagen, um in größeren Cliquen unterwegs zu sein: Workshops, Podiumsdiskussionen, Andachten, Konzerte, Kunst-Events und vieles mehr standen im 640-seitigen Kirchentagsprogramm. Einige Schnittmengen gab es aber doch: Das Highlight für die Jugendlichen war das Konzert der Wise Guys, alle Altersgruppen waren von den Feierabend-Mahlen begeistert.
Ihr Quartier hatten die meisten der Christen aus dem Hildesheimer Land und Alfeld in Großröhrsdorf, eine halbe Bahnstunde nordöstlich von Dresden. Hier logierten sie gemeinsam in der Turnhalle des Gymnasiums. Diakonin Andrea Gärtner erschrak zunächst, als sie feststellte, dass es dort nur vier Duschen gibt, „aber es geht erstaunlich gut.“ Nach dem großen Abschlussgottesdienst wurden schon Pläne für 2013 geschmiedet – für den nächsten Deutschen Kirchentag in Hamburg.