„Garten der Gastlichkeit“ zieht das Publikum an

Interessiertes Publikum bei der Nachtführung vor dem Beguinenhaus. Knapp 50 Leute liefen mit Herold Jörg-Dieter Besch mit.
 
Beim Frühschoppen im Garten mit der Acoustik Draft Combo herrschte eine besonders entspannte Atmosphäre.

Veranstaltungswochenende im Kulturladen auf dem Buchholzmarkt ist weitestgehend gut besucht

Ein positives Gesamtfazit zog Claus-Ulrich Heinke nach zwei Tagen voller Veranstaltungen im und um den Kulturladen: „Die Stimmung war beide Tage über sehr heiter und entspannt.“ Besonders gefreut habe ihn, dass die beiden Tage auch Bockenemer angelockt haben, die bislang Scheune und Garten noch nicht besucht haben. „Einige meinten, sie würden in Zukunft öfter mal vorbeischauen.“ Neben Bürgermeister Martin Bartölke, Ortsbürgermeister Siegfried Berner und mehreren Ratsherren kamen auch auswärtige Besucher nach Bockenem und nutzten das schöne Wochenendwetter zu einem Ausflug.
Insgesamt seien die verschiedenen Veranstaltungen gut besucht gewesen. Vor allem die Geschichten der „Plattdeutschen Frünne“, das Volksliedersingen mit Heidrun und Claus-Ulrich Heinke, die Nachtführung durch die Stadt mit Herold Jörg-Dieter Besch und der Gottesdienst in der Scheune am Sonntagmorgen waren Publikumsmagneten.

Serenade war nicht gut besucht

Einziger Wermutstropfen war die Serenade mit dem Trio Toast Hawaii am Sonnabend, bei der die Scheune nicht gut gefüllt war. „Die ging in der Werbung vielleicht etwas unter. Die, die nicht gekommen sind, haben aber etwas verpasst. Es ist auch schwer, bei den vielen verschiedenen Highlights, für alle das Publikum zu bekommen“, war Heinke trotzdem nicht unzufrieden.
Im Vorfeld hatte sich das gesamte Kulturteam mächtig ins Zeug gelegt, um die Veranstaltugsreihe desNetzwerkes Heimat und Kultur auch nach Bockenem zu bekommen. „Wir sehen es als Bestätigung unserer Arbeit in Bockenem und der Umgebung an, dass wir einer der fünf Veranstaltungsorte waren“, so der Kulturschaffende. Dem war es auch wichtig mitzuteilen, dass es kein „Heinke-Projekt“ war, sondern sich das gesamte Kulturteam, bestehend aus einem harten Kern von zehn Mitgliedern, mit einbrachte. Zugleich war es eine gute Gelegenheit, ihre neuen Outfits zu präsentieren. Große Hilfe kam zudem von der Kulturfabrik, die beim Auf- und Abbau mithalf. Auch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Vereinen und Organisationen klappte gut.

Zusammenarbeit mit lokalen Vereinen

Die Kirche hatte spontan zugesagt, den Gottesdienst von der St. Pankratiuskirche in die Scheune zu verlegen. Die Jugendfeuerwehr und der SVBockenem 2007 sorgten für kühle Getränke, die Fußballer hatten darüber hinaus Tor und Bälle mitgebracht. Bei der MiA gab es ein Kuchenbuffet und am Sonntagmittag schmiss Dieter Hinz die Grillpfanne mit Geschnetzeltem an, das bis auf den letzten Happen aufgegessen wurde. Leckeres Bauernhofeis aus Hary sorgte für die anschließende Erfrischung.
Für die Kinder gab es darüber hinaus einiges Handwerkliches zu entdecken. Bei Klaus Eineke wurden die verschiedensten Tiere und Formen getöpfert. Gela Gehler brachte den Blaudruck zurück in das Haus. Denn früher war die Scheune eine Blaudruckerei. Musik mit Kerstin Nowakowski und eine Vorlesestunde mit Erika Besch stand ebenfalls auf dem Programm und wurde gut angenommen. „Kultur muss Teil der Stadtentwicklung sein, dafür werden wir auch in Zukunft weiter arbeiten“, so Claus Ulrich Heinke. Bleiben der Garten und der dazugehörige Kulturladen weiterhin so „gastlich“, dann wird das zumindest dort gelingen.