Gedämpfte Spielfreude beim Musikzug Ambergau Süd

Helmut Wittenberg (2. v. l.) und Walter Rakebrandt (4. v. l.) wurden für 60-jährige Zugehörigkeit geehrt. Das Ehrenzeichen in Silber bekam Ralf Rademacher (rechts). Es gratulierten Martin Bartölke, Alfred Schneider und Christian Jarchov. (Foto: Vollmer)
 
Zahlreiche Aktive wurden bei den Bornumer Blauröcken befördert; rechts Ortsbrandmeister Christian Jarchov. (Foto: Vollmer)

Gleich elf Aktive verloren / Ehrungen bei Jahresbilanz der Ortsfeuerwehr Bornum / Offene Tür am 22. Mai

Der Musikzug „Ambergau Süd“ der Freiwilligen Feuerwehr Bornum ist ein wenig ins Trudeln geraten. Der Verlust von elf Aktiven aus der Stammbesetzung und sechs Nachwuchsmusikern hat dem Orchester einen herben Schlag versetzt. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr deutlich.

Von Michael Vollmer

Bornum. Diese Abgänge konnte die Formation beim besten Willen nicht auffangen. Als Konsequenz konnte die Ausbildung nicht mehr fortgesetzt werden. Der allgemeine Übungsbetrieb läuft aber wie gewohnt weiter. Dabei sah 2009 alles so gut aus. Das neue Übungskonzept brachte dem Musikzug auf einen Schlag 20 neue Aktive. Die Erfolgsstory sollte aber jäh zu Ende gehen, nachdem elf Aktive ihren Dienst quittierten. Die Spielwilligkeit sei einfach nicht mehr da gewesen, berichtete der stellvertretende Musikzugführer Herbert Rupprecht. Der Musikzug investierte 2010 rund 8500 Euro in den Nachwuchs. Eine solche Ausbildung könne nur durch Gastspiele bei den verschiedensten Anlässen finanziert werden.
Die Neuzugänge, die 2009 ihr Debüt gefeiert haben, wurden in den normalen Übungsbetrieb integriert. Bei den Neuen aus dem vergangenen Jahr läuft die Einzelförderung weiter. Derzeit zählt der Musikzug „Ambergau Süd“ 18 Aktive. „Darauf möchten wir aufbauen und den Stamm weiter vergrößern“, erläuterte Herbert Rupprecht. Beim „Tag der offenen Tür“ am 22. Mai sollen dann die neuen Mitstreiter ihren Auftritt haben. „Beim Nachwuchs hat sich die Fluktuation in Grenzen gehalten. Werbung werden wir weiter betreiben, uns zum Beispiel beim musikalischen Nachmittag in Bornum präsentieren“, ergänzte der Verantwortliche.
Bornums Ortsbrandmeister Christian Jarchov berichtete in der Jahresversammlung über den Fahrzeugbestand, der unverändert geblieben ist. „Durch die gute Pflege sind unsere fünf Einsatzfahrzeuge und drei Anhänger in einem guten Zustand und ständig einsatzbereit. Unser Einsatzleitwagen konnte mit seinen 22 Jahren kürzlich ohne großen finanziellen Aufwand durch den TÜV gebracht werden. Sicherlich wird der Zeitpunkt irgendwann mal kommen, an dem man sich über Ersatzbeschaffungen unterhalten muss“, sagte der Ortsbrandmeister. Die Anschaffungen müssten dann mit Weitsicht getätigt werden. „Schließlich sollen die Fahrzeuge den Schutz der Bevölkerung für mehr als 20 Jahre gewährleisten“, so Jarchov. Ebenso müssten sie auf das Gesamtkonzept im Stadtgebiet abgestimmt sein.
In diesem Jahr konzentriert sich die Wehr auf den „Tag der offenen Tür“, an dem zahlreiche Aktivitäten geplant sind. Eine Sache ist dem Ortsbrandmeister jedoch ein Dorn im Auge: „Altpapiersammlungen finden an jedem dritten Sonnabend im Monat statt. Ich bedauere, dass einige Mitbürger oder auch Mitglieder der Feuerwehr sich eine blaue Tonne bestellt haben. Ich gehe einfach mal davon aus, dass diese nicht benutzt wird, so lange die Feuerwehr Altpapier sammelt.“
Der Ortsbrandmeister bittet alle Mitglieder darum, für die Feuerwehr im Ort Werbung zu machen. Dringend werden Feuerwehrleute für die Einsatzabteilung gesucht.
Stadtbrandmeister Alfred Schneider zeichnete Walter Rakebrandt und Helmut Wittenberg mit der Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes für 60-jährige Zugehörigkeit aus. Das Niedersächsische Ehrenzeichen in Silber für 25 Dienstjahre nahm Ralf Rademacher in Empfang. Für die Stadt Bockenem nahm Bürgermeister Martin Bartölke die Ehrungen vor. Der Ortsbrandmeister ernannte Maxi Fuhrmann und Andreas Karrasch zu Feuerwehrmännern. Über eine Beförderung zum Oberfeuerwehrmann freute sich Alexander Koch. Uwe Hoffmeister trägt jetzt den Dienstgrad des Oberlöschmeisters.
Der Ortsbrandmeister gab schließlich noch bekannt, dass Geburtstage der fördernden Mitglieder aus zeitlichen Gründen ab 2011 nicht mehr besucht werden.