Geld für die Aids-Station

Helfer der Aids-Station im südafrikanischen Jane Furse freuen sich über das Geld aus Deutschland.
 
Der Projektchor beim Benefizkonzert im Oktober 2012 in der St. Pankratiuskirche in Bockenem Foto: Hinz

Weitere Erlöse des Projektchors „Gospel Spirit - Join Hands“ übergebenWeitere Erlöse des Projektchors „Gospel Spirit - Join Hands“ übergeben

Bereits vor einiger Zeit übergab Katja Ruppel, die ehemalige Organisatorin des Projektchores „Gospel Spirit – Join Hands“, die Erlöse aus der CD über die Konzert- und Begegnungstour 2011 in Höhe von 3125 Euro (zirka 42.600 ZAR) an das Sekhukhune Counselling and Care Centre – der Aids Station im südafrikanischen Jane Furse.

Im Jahr 2011 brach der damalige Gospel-Projektchor zu einer Konzert- und Begegnungsreise nach Südafrika auf. „Hände reichen“ lautete das Motto. Dieses traf auf die afrikanische Lebensphilosophie des „Ubuntu“, Menschlichkeit, Nächstenliebe und Gemeinsinn sowie die Erfahrung und das Bewusstsein, dass man selbst Teil eines Ganzen ist.
Diese Philosophie lebte und lebt in vielen Chormitgliedern weiter. Einige Konzerte des Projektchores wurden mitgeschnitten und die jeweils besten Stücke zur Erinnerung auf einer CD zusammengestellt. In den vergangenen drei Jahren verkaufte hauptsächlich die Gospel Unity, die seinerzeit als Trägerchor des Projektchores fungierte, insgesamt zirka 500 Tonträger bei ihren zahlreichen Konzerten für den guten Zweck.
Schon im Januar 2012 konnten bei einem Benefizkonzert des Projektchores in Celle rund 1400 Euro eingespielt werden. Im Rahmen des Konzertes „Bockenem Hilft! – Südafrika“, einem Projekt ortsansässiger Musiktreibender, kamen im Oktober 2012 nochmals 3200 Euro hinzu. Zusammen mit der CD kamen in diesem Zeitraum etwa 7725 Euro für die Aids Station zusammen.
Mit dem Geld konnten zahlreiche Arbeiten durchgeführt werden. So wurde beispielsweise ein Brunnen instandgesetzt. Damit konnte die örtliche Wasserversorgung und somit die hygienischen Verhältnisse verbessert werden. Auch die Räumlichkeiten des Aids Centers wurden renoviert. Darüberhinaus konnten Nahrungsmittelpakete und Schuluniformen für bedürftige Kinder gekauft werden. Auch der Transport von Mitarbeitern des Aids Centers zu Workshops, Hausbesuchen und sonstigen Zusammenkünften wurde finanziert.
Mit der aktuellen Spende sollen zum Beispiel ein abgesicherter Raum zur Aufbewahrung von Computern und ein Waschraum eingerichtet werden. Der laufende Betrieb des Centers wurde bisher zum großen Teil über Zuschüsse des südafrikanischen Sozial- und Gesundheitsministeriums, der Europäischen Union und weiterer Organisationen finanziert. Daneben traten zahlreiche Privatpersonen und Vereinigungen als Spender auf. Die aktuelle Spende war so wichtig, weil zu diesem Zeitpunkt gerade ein namhafter Zuschussgeber ausgefallen war.
Die Station übernimmt viele Aufgaben. Sie koordiniert beispielsweise die Gruppen in den drei Verwaltungsdistrikten im Sekkuhhune Bezirk im Norden Südafrikas. Sie unterstützt Kampagnen zur HIV/Aids-Sensibilisierung in Kirchen, Schulen und kommunalen Veranstaltungen. Infizierte Menschen und deren betroffene Angehörige werden beraten und bei Hausbesuchen unterstützt. Auch Medizin und Nahrungsmittelpakete werden gesammelt und verteilt.
Und die Idee lebt weiter. Im Luther-Jahr 2017 haben die beiden Partnerchöre, die Martin Luther Kantorei aus der Provinz Limpopo sowie der Akasian Lutheran Choir aus Pretoria ihr Kommen avisiert. Genauere Einzelheiten werden mit Sicherheit spätestens im Jahr 2016 im Detail geplant werden.
Die CD ist nach wie vor bei den Konzerten der Gospel Unity erhältlich. Eine neue Aufnahme ist in Vorbereitung und wird voraussichtlich im September, rechtzeitig zur aktuellen Tour der Gospel Unity in den Osten Kanadas, verfügbar sein. Weitere Informationen über die Gospel Unity gibt es im Internet unter www.gospel-unity.de.