Glatter Start für Förderverein „Miteinander im Ambergau“

Der Vorstand des Fördervereins „Miteinander im Ambergau“ mit (von links) Schriftführerin Susanne Meyer, Vorsitzender Ursula Lother und Kassenführer Alfred Quiring. (Foto: Knoblich)
 
24 grüne Kärtchen gehen nach oben: Die Satzung ist angenommen. (Foto: Knoblich)

Mit 43 Gründungsmitgliedern Arbeit aufgenommen / Ursula Lother zur Vorsitzenden gewählt / Schon ab einem Euro pro Monat dabei sein

Von Karsten Knoblich,
Bockenem

Ein besserer Start lässt sich kaum denken: Mit der stattlichen Zahl von 43 Gründungsmitgliedern hat der Förderverein „Miteinander im Ambergau“ am 1. September 2011 seine Arbeit aufgenommen. Knapp die Hälfte von ihnen hatte bereits vor der eigentlichen Gründungsversammlung, die im AWO-Raum des städtischen Hauses Am Papenberg über die Bühne ging, ihre Mitgliedschaft schriftlich bekundet.
Wie der Name schon sagt, wird es eine der Hauptaufgaben des neuen Vereins sein, die gleichnamige Freiwilligenagentur „Miteinander im Ambergau“ (MiA), die sich (noch) in Trägerschaft der Stadt Bockenem befindet, finanziell und aktiv zu unterstützen. Es wird den Mitgliedern zum einen darum gehen, Bürgerinnen und Bürger, die sich freiwillig in der Kernstadt und den Ortsteilen engagieren möchten, in allen Fragen gemeinnütziger Tätigkeiten zu informieren und zu beraten; zum anderen soll freiwilliges soziales Engagement durch entsprechende Angebote direkt gewonnen und gefördert werden. Und ganz wichtig: Mittelfristig wird die Übernahme der Trägerschaft der Freiwilligenagentur MiA angestrebt.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Martin Bartölke hatte zunächst die Leiterin der Freiwilligenagentur, Susanne Meyer, das Wort. Deren bisherige Arbeit wurde an diesem Abend mehr als nur einmal ausdrücklich gelobt. Susanne Meyer stellte kurz die Räumlichkeiten am Buchholzmarkt 12 vor und gab einen kurzen Überblick über Leistungen und Angebote der MiA. Sie erinnerte an die vielen kleinen und größeren erfolgreichen Projekte, wie die gut besuchten Computerkurse für Einsteiger, die Mitwirkung am Zirkusprojekt der Grundschule Bornum, die Beteiligung am „Sozialen Tannenbaum“, oder auch das große Volleyballturnier im Stadtbad und die Veranstaltung zum Weltkindertag am „Konfetti“, um nur einige zu nennen. Ein großer Schwerpunkt aber ist die Vermittlung von Ehrenamtlichen. Gesucht würden derzeit Mitarbeiter für die Cafeteria im Schulzentrum und als Unterstützung für Freizeitbeschäftigung im DRK-Seniorenheim, eine Haushaltshilfe für eine ältere Dame sowie eine Urlaubsvertretung für Kinderbetreuung in Bornum.
Verwaltungschef Martin Bartölke blickte noch einmal zurück. Im Jahr 2009 – und nachdem man sich in Nachbargemeinden und -kreisen umgehört hatte – sei das Projekt Freiwilligenagentur mit Fördergeldern des Landes auf den Weg gebracht worden. 6800 Euro gab es damals als Starthilfe aus einem eigens dafür eingerichteten Topf. 2010 waren es 16.000 Euro, in diesem Jahr sogar 18.000 Euro. In dem Ratsbeschluss seinerzeit hieß es, dass die Stadt die Arbeit der MiA für zwei Jahre sicherstellen soll. Um den Haushalt nicht dauerhaft zu belasten, sollte dann ein Trägerverein übernehmen. „Da waren wir dann aber doch ein wenig zu optimistisch“, räumte Bartölke ein. Die Vermittlung von Ehrenamtlichen in die Vereine habe nicht geklappt wie erwartet. „Hier gibt es noch große Berührungsängste und die unbegründete Befürchtung, dass einem etwas weggenommen wird“, konstatierte der Bürgermeister. Er wünschte sich, dass sich mittelfristig möglicht viele Bürgerinnen und Bürger mit dem Motto „Miteinander im Ambergau“ identifizieren mögen.
Eine Übernahme der Agentur durch Wohlfahrtsverbände, so wie in Goslar, sei in Bockenem nicht machbar gewesen; und die finanziellen Möglichkeiten der Vereine und Verbände vor Ort geben eine Trägerschaft nun einmal nicht her. „Daher wollen wir jetzt mit diesem Förderverein klein beginnen; wir hoffen, dass sich durch entsprechende Werbung weitere Mitglieder beziehungsweise Förderer finden“, sagte Bartölke. So könne dann vielleicht schon im kommenden Jahr aus dem Förder- ein Trägerverein werden. Für die nächsten zwei Jahre seien wohl auch die Fördergelder noch gesichert.
Nachdem der vorliegende Satzungsentwurf Punkt für Punkt durchgearbeitet worden war – hier gab es noch eine Ergänzung vorzunehmen – wurde dieser von den anwesenden 24 wahlberechtigten Mitgliedern einstimmig angenommen. In heiterer Atmosphäre und ganz harmonisch lief dann auch die Vorstandswahl ab. Zur Vorsitzenden des neuen Fördervereins „Miteinander im Ambergau“ wurde für die Dauer von zwei Jahren Ursula Lother gewählt. Ihr zur Seite stehen als Schriftführerin Susanne Meyer und als Kassenführer Alfred Quiring. Zu Rechnungsprüfern für die Dauer von drei Jahren gewählt wurden Astrid Bode und Dr. Gerhard Bartels. Der Mindestbeitrag wurde auf einen Euro pro Monat festgesetzt. Ansonsten sind nach oben natürlich keine Grenzen gesetzt.
Der Anfang ist gemacht. Nun geht es darum, dass sich weitere Förderer und Aktive auf dem Weg zu einem MiA-Trägerverein anschließen.

Hier noch einmal die Kontaktdaten: Freiwilligenagentur „MiA“, Buchholzmarkt 12, 31167 Bockenem. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9 bis 12 Uhr, Dienstag und Donnerstag 13 bis 17 Uhr. Telefon: (05067) 917301; E-Mail: mail@mia-
ambergau.de; Internet: www.mia-ambergau.de.