Grundstock für das Turmuhren- und Glockenmuseum wurde 1967 gelegt

Ein Teil der ersten Bockenemer Heimatkunde AG. Diese wurde von Gerhard Kraus (rechts) ins Leben gerufen. Mit Fundstücken aus eigenen Ausgrabungen legten sie den Grundstock für das heutige Turmuhren- und Glockemuseum auf dem Buchholzmarkt. Hans-Jörg Besch (links) führte durch das Museum.
Bockenem (dh). Als Gerhard Kraus aus Alfeld im Jahr 1967 seine erste Lehrerstelle in Bockenem antrat fiel ihm schnell auf, dass so etwas wie ein Heimakundemuseum noch nicht existierte. Bereits zum Schuljahr 1968/69 begründete er daher eine Heimatkunde AG. Zehn Schüler trafen sich fortan einmal wöchentlich am Nachmittag um eine Sammlung über altertümliche Gegenstände für ein Schulmuseum anzulegen.
Gerhard Kraus und seine Schüler wurden schnell fündig. Verschiedende Bockenemer Bürger fanden alte Gegenstände auf ihren Böden. Doch auch selbst wurden die zwölf bis 16-jährigen Schüler mit ihrem Lehrer fündig. Für eigene Ausgrabungen bekamen sie ein Feld in der Nähe von Bockenem zur Verfügung gestellt. Dort fanden sie unter andere Eisenteile, Werkzeuge und Trensen aus dem Mittelalter.
Dies wurde der Grundstock für das heutige Turmuhren- und Glockenmuseum am Buchholzmarkt. Nach mehreren Gesprächen mit der Stadt übernahm diese bereits 1970 die Sammlung. Ab 1972 war Rudi Meller 24 Jahre lang verantworlich. Nach Heinrich Bothe ist nun Jörg-Dieter Besch Leiter des Museums.
Neben einigen der damaligen Heimatkundler trafen sich nun auch die Abschlussklassen aus dem Jahr 1968/69 der Hauptschule Ambergau. Neben der altertümlichen Stadtführung gab es auch einen Rundgang durch das Museum und alte Dias anzuschauen. "Einen besonderen Anlass gab es nicht, wir wollten uns einfach mal wieder treffen", war zu hören. Immerhin sind einige der damaligen Klassenkameraden inzwischen weit weggezogen. So verbrachten die ehemaligen Pennäler nach den Rundgängen noch einige Zeit gemeinsam, um alte Geschichten und Neuigkeiten auszutauschen.