Herzlich Willkommen!

Die Klasse 1a mit ihrer Lehrerin Urte Gräbig auf dem Weg in den Klassenraum.
 
„Herzlich Willkommen“ hieß es am Wochenende auch von Schulleiterin Christine Luther in Bornum.

Im Stadtgebiet wurden am Sonnabend 80 Erstklässler eingeschult

„Herzlich Willkommen“ prangte in großen Buchstaben über der Eingangstür der Bornumer Grundschule. Herzlich Willkommen den 14 neuen Erstklässler, die am Sonnabend ihren ersten Schultag begangen. In der Grundschule Bockenem wurden 66 neue ABC-Schützen in drei Klassen begrüßt.
In beiden Schulen gab es zunächst den obligatorischen Gottesdienst, bevor die schon „erfahrenen“ Schüler für die Neuankömmlinge einiges vorbereitet hatten. In Bornum begann die Feier traditionell mit dem Schullied. Das Besondere in dieser Schule: Alle Kinder begrüßen die „Neuen“ gemeinsam. Aufgrund der geringen Schülerzahl ist das gut möglich. Nachdem zuletzt 32 Viertklässler verabschiedet wurden und in diesem Jahr nur 14 nachkommen, besuchen nur noch 76 Kinder die Bornumer Schule. „Wir sind damit erstmals in allen Jahrgängen nur noch einzügig“, erklärte Schulleiterin Christine Luther. Die Änderung der Schulbezirke im kommenden Jahr kommt somit zur rechten Zeit. Dann gehen auch die Kinder aus Volkersheim und Schlewecke nach Bornum. Diese Entscheidung hatten die Lokalpolitiker nach langen Diskussionen getroffen, weil dadurch auch die Raumsituation in Bockenem entlastet wird.

Zunächst sollten nur zehn neue ABC-Schützen eingeschult werden

In diesem Jahr sollten zunächst sogar nur zehn Kinder eingeschult werden. „Dann kamen zwei, die eigentlich nach Bockenem sollten, aber unbedingt hierher wollten. Einer wiederholt die erste Klasse. Und da 13 eine schlechte Anzahl ist, haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und aus Italien noch eine weitere Schülerin nach Bornum geholt“, berichtete Luther augenzwinkernd. Anschließend stellte sie das Kollegium vor. Nach dem Abschied von Friedrich Gräbig am Ende des letzten Schuljahres, besteht dieses nun nur noch aus Lehrerinnen.
Die dritten Klassen spielten dann das Theaterstück vom dicken, fetten Pfannkuchen vor, bevor zum Abschluss wieder von allen das altbekannte „Alle Kinder lernen lesen“ gesungen wurde. Dann wurde es auch schon ernst und Klassenlehrerin Ute Seibert begleitete die neuen Schüler in die erste Schulstunde ihres Lebens. Auf dem Schulhof stellte sich der Förderverein vor, die Eltern der zweiten Klasse hatten unter anderem Kaffee und Kuchen vorbereitet.
Als in Bornum alle auf ihren Sitzbänken platzgenommen hatten, begann in Bockenem in der bis auf den letzten Platz besetzten Grundschulsporthalle die Begrüßung. Hier sind die vierten Klassen für die sportlichen und gesanglichen Aktivitäten zuständig. Schulleiter Jürgen Andre sprach den „Ernst des Lebens“ an: „Was ist das eigentlich, habe ich mich gefragt, als ich zur Schule kam und mein Onkel zu mir sagte, dass der nun beginne.“ Andre erzählte die Geschichte von einem Mädchen, die selbiges hörte und dann am ersten Schultag erkannte, was dieser „Ernst“ ist: Nämlich der nette Junge vom Nachbarstuhl, der mit ihr die Bonbons teilte und Ernst hieß.

Kinder nicht unter Druck setzen, Probleme direkt ansprechen

Auch die Eltern der neuen Schüler sprach Jürgen Andre an: „Das Wichtigste sind nicht die Schultüten, die heute verteilt werden, sondern dass die Kinder spüren, dass sie stolz auf sie sind. Setzen sie ihre Kinder nicht unter Druck.“ Bei Problemen sollten diese zudem direkt in der Schule angesprochen werden und nicht irgendwo beim Kaffeeklatsch, im Sportverein oder im Fitnessstudio.
Die Klasse 4a war dann mit einigen Turnübungen an der Reihe, die anderen beiden vierten Klassen sangen zwei weitere Lieder. Vom Elternverein gab es für jede Klasse einen Ball und ein Springseil für die Pausen. Anschließend wurden die 66 Schüler den drei Lehrerinnen Urte Gräbig, Jana Günther und Sabine Siekmann zugeteilt. Dann ging es für die Kinder in die Klassenräume, während sich viele Verwandte und Bekannte auf dem Schulhof und in der Cafeteria immer noch darüber wunderten, wie schnell doch die ersten sechs Jahre vergangen sind.