Hier können sich Senioren wohlfühlen

Helga Armbrecht (stellvertretende Pflegedienstleiterin Volkersheim), Heidemarie Wecke (Pflegedienstleiterin Volkersheim), Silvia Bothe (Pflegedienstleiterin Bockenem), Christa Grupe (Heimleiterin) und Uwe Dombek (DRK Kreisgeschäftsführer, von links) freuen sich über das tolle Testergebnis für die Seniorenheime in Volkersheim und Bockenem.

DRK-Seniorenheime bekommen wieder herausragende Noten im Test des Medizinischen Dienstes

Jedes Jahr müssen sich alle Alten- und Seniorenheime im Bundesgebiet einem unangekündigten Test des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) unterziehen. Dabei wird die Qualität in den vier Kategorien „Pflege und medizinische Versorgung“, „Umgang mit demenzkranken Bewohnern“, „Soziale Betreuung und Alltagsgestaltung“ sowie „Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene“ getestet. Zusätzlich wird die Zufriedenheit der Bewohner abgefragt.
Im September wurden nun die beiden DRK-Einrichtungen im Stadtgebiet getestet und heraus kamen wieder hervorragende Ergebnisse. Beide Häuser lagen sogar noch etwas über den herausragenden Landesschnitt (1,2) und erhielten eine 1,1. Nur eine weitere Einrichtung im Ambergau konnte eine solche Note erreichen. „Uns wird immer nachgesagt, wir seien teurer als andere Seniorenheime. Das mag stimmen, aber wir bieten dafür auch eine hervorragende Qualität“, stellte Uwe Dombek, Geschäftsführer des DRK Kreisverbandes Hildesheim–Marienburg heraus. Er spendete Lob und Anerkennung an die Mitarbeiter beider Häuser.
Neben dem verpflichtenden Test, stellen sich die Seniorenheime auch in jedem Jahr weiteren, freiwilligen Überprüfungen. So erhielten sie beispielsweise den „Grünen Haken“ der BIVA für Verbraucherfreundlichkeit. Hier wird unter anderem darauf geachtet, ob die Bewohner freie Arztwahl haben oder ob sie Möbel und Tiere mitbringen dürfen.

Zahlreiche zusätzliche Fachkräfte vorhanden

Auch beim Personal sei man gut aufgestellt, berichtet Heimleiterin Christa Grupe: „Während gesetzlich 50 Prozent examiniertes Personal vorgeschrieben ist, haben wir in beiden Häusern mehr als 60 Prozent.“ Viele hätten zudem zusätzliche Ausbildungen. So gäbe es zum Beispiel einen Hygienebeauftragten, Wundexperten ICW, eine Fachkraft für Gerontopsychiatrie oder einen MPG-Beauftragten. Brandschutz- und Sicherheitsbeauftragte und ein Praxisanleiter für die derzeit acht Auszubildenden sind ebenfalls vorhanden.
„Solch einen großen Umfang an Fachkräften haben nur wenige Seniorenheime. Und das nimmt schon jeden Monat einige Stunden in Anspruch“, so Grupe weiter. Betriebsarzt und Betriebsrat gehören ebenfalls dazu. Die Ausbildung finanziert dabei die DRK-Gesellschaft für soziale Einrichtungen, die auch die beiden Häuser in Bockenem und Volkersheim verwaltet. Insgesamt 117 Mitarbeiter wollen den Bewohnern das Leben so angenehm wie möglich gestalten.
Dazu gehören seit Ende des letzten Jahres auch wieder drei Köche. Nachdem das Experiment mit der externen Essensversorgung nicht geklappt hat, wurde auch das wieder selbst in die Hand genommen. Inzwischen werden sogar, im Rahmen des gesetzlich Erlaubten, Oberschule und Kindergärten mitversorgt. Die Pflegedienstleiterin in Volkersheim, Heidemarie Wecke, zählt zahlreiche Projekte der letzten Zeit auf, mit der das Angebot noch verbessert werden soll. Neben der neuen Küche zählt dazu auch ein erneuertes EDV-Programm für Verwaltung und Pflege, die neue Kurzzeitpflege im „Haus der Gemeinschaft“ (der „Beobachter“ berichtete), der Hausnotruf oder der ambulante Pflegedienst, in Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Alfeld. „Wir nehmen viel Geld in die Hand um und noch weiter zu verbessern und das Angebot zu komplettieren“, so Dombek abschließend.