Hier wird der Naturschutz gelebt

Holger Beck sowie Alfred und Ursula Ryll wurden vom Vorsitzenden Gerhard Jörn (von links) geehrt

AG Natur- und Umweltschutz Ambergau hat auch im vergangenen Jahr wieder viel getan

Großes Lob sprachen die Gäste der Arbeitsgemeinschaft Natur und Umweltschutz Ambergau aus. „Wir haben hier eine schöne Umwelt.

Sie sorgen mit dafür, dass das auch so bleibt“, sagte beispielsweise Bürgermeister Martin Bartölke. Der Name „Arbeitsgemeinschaft“ sei zudem Programm. Erfreulich sei, so Bartölke, dass die Organisation nicht nur auf dem Vorsitzenden lastet, sondern sich auf viele Schultern verteilt. Das Grußwort von Ortsbürgermeister Siegfried Berner, der auch für die SPD-Stadtratsfraktion sprach, war da schon deutlich nachdenklicher. Berner sprach die großen Veränderungen in der Natur an, die so nicht mehr lange gutgehen würden. Es sei daher wichtig, dass Vereine, die sich um die Natur kümmern auch mal lauter ihre Stimme erheben. Denn: „Eine ‘Um’welt um uns herum gibt es in dem Sinne nicht. Wir leben alle in dieser Welt und es gibt auch nur diese eine.“ Dr. Gerhard Bartels, für die CDU-Fraktion, meinte: „Die meisten reden nur vom Naturschutz, hier dagegen wird wirklich etwas getan.“
Und getan wurde auch im vergangenen Jahr wieder so einiges. So mussten die insgesamt 19 Schutzgebiete, die die AG betreut, in Schuss gehalten werden. Im Rahmen der Flurbereinigung wird es in Zukunft auch einige neue Gebiete geben, die bereits begangen wurden. „Hier haben wir auch nach Entwicklungsmöglichkeiten geschaut“, so der Vorsitzende Gerhard Jörn. Es wurden natürlich auch wieder Bäume beschnitten und neu gepflanzt sowie Nistkästen und Insektenhotels aufgestellt.
Jörn berichtete auch von einer Studie britischer Wissenschaftler, die im vergangenen Jahr festgestellt haben, dass die Vogelpopulation in den vergangenen 30 Jahren um 421 Millionen zurückgegangen sein soll: „Es gibt zwar eine positive Entwicklung bei den ‘Aushängeschildern’ wie Weiß- oder Schwarzstorch und Kranichen.“ Viele andere Arten hätten dagegen große Probleme. Wichtig sei, dass es mehr ungenutzte Grünflächen gebe. Dies gilt auch für die Solitärbienen, die aufgrund des Rückganges der Honigbienenvölker für das Bestäuben der Pflanzen immer wichtiger werden würden.
Zum Thema Flurbereinigung meinte Jörn, dass hier immer noch der Status „vorläufig“ gelte. Die zugewiesenen Flächen würden zwar vermutlich so bleiben, wie derzeit vorgesehen. Doch im Grundbuch sei noch nichts eingetragen, da einige Teilnehmer des Verfahrens noch Rechtsstreitigkeiten führen würden. „Ich befürchtete, es wird noch zwei bis drei Jahre dauern, bis alles abgeschlossen ist“, meinte der Vorsitzende. 20.000 Euro seien an Rückstellungen und die Einrichtung der Flächen bereitgestellt.
Dankesworte gingen an Manfred Homes, der in der Vergangenheit viele Veranstaltungen organisiert hat, dies aus gesundheitlichen Gründen nun aber nicht mehr kann. Die „Frühstücksfrauen“ (Jörn: „Ihr versüßt uns die Einsätze“) erhielten als Dank einen Blumenstrauß. Grußworte sprachen auch Vertreter der benachbarten BUND-Gruppe in Lamspringe und dem BUND-Kreisverband. Die Wahlen ergaben keine Neuerungen. Gerhard Jörn bleibt an der Spitze, Kassenwartin war und ist Kerstin Richter, Schriftführerin ist Jennifer Kandel.

Ehrungen
25 Jahre:
Ursula und Alfred Ryll, Holger Beck, Katja Lauterbach, Udo Hungerland und Marc Suray.