„Hoffnung auf Welt ohne Krieg und Hass nie aufgeben“

Begrüßung durch Ortsbürgermeisterin Christina Philipps. (Foto: Knoblich)

Gedenkfeier anlässlich des Volkstrauertages in der Bockenemer Kernstadt / Ansprache von Diakon Heinrich Uthoff

Am zweiten Sonntag vor dem 1. Advent wird alljährlich bundesweit der Volkstrauertag begangen; ein Gedenktag für die Opfer der beiden Weltkriege und von Gewaltherrschaft, und ein Tag, der eine Mahnung zur Versöhnung, zur Verständigung, zur Toleranz und zum Frieden sein soll. Auch in Bockenem hatten sich die Bürgerinnen und Bürger am Sonntag nach dem Gottesdienst zusammengefunden – wie gewohnt zwischen Ehrenmal und St.-Pankratius-Kirche.

Von Karsten Knoblich

Bockenem. Eingeläutet wurde die Gedenkfeier, zu der abermals der Bockenemer Ortsrat eingeladen hatte, mit einem Vorspiel des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Bockenem, dem sich das gemeinsam gesungene „Großer Gott, wir loben dich...“ anschloss.
Bockenems Ortsbürgermeisterin Christina Philipps war es anschließend, die die Teilnehmer – unter ihnen zahlreiche Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben und die Vertreter der Vereine und Verbände – begrüßte. Wenn man der Opfer von Krieg und Gewalt gedenke sowie der Kinder, Frauen und Männer, die aus Rassenhass oder auf der Flucht ums Leben kamen, dann dürfe man die Abermillionen von Menschen nicht vergessen, denen heute durch Krieg und Terror Angst und Leid widerfahre. „Wir dürfen die Hoffnung auf eine Welt ohne Krieg und Hass niemals aufgeben“, mahnte die Ortsbürgermeisterin.
Die anschließende Gedenk­ansprache hielt erstmals Diakon Heinrich Uthoff. Was soll und was kann jeder Einzelne für Frieden zwischen den Menschen und den Völkern tun? Diese Frage und deren Beantwortung stellte er in den Mittelpunkt seiner Rede. „Dazu muss man sich einmal von den Geschehnissen der großen Weltkriege ab- und den Kleinkriegen im Alltäglichen zuwenden“, sagte Uthoff. Diese Kleinkriege beruhten oftmals auf Nichtigkeiten, die zermürbend seien und im schlimmsten Fall sogar tödlich endeten.
Zunächst müsse man den Frieden mit sich selbst, dann den mit anderen und schließlich den zwischen den Menschen suchen. Eine Drohung nicht aussprechen, den Freund nicht verraten, Trennendes ausräumen, Unrecht verabscheuen, einen guten Rat annehmen – das waren nur einige der Anworten, die der Diakon auf die Eingangsfrage fand.
Nach einem kurzen Gebet erfolgte die Kranzniederlegung unter den Klängen des Liedes „Ich hatt’ einen Kameraden“. Und zum Abschluss wurde wie gewohnt gemeinsam die Nationalhymne gesungen.