Im Juli soll das neue Krippengebäude stehen

In Kürze beginnt der Abriss des Holzanbaus an der evangelischen KiTa im Südwall.

Jugendpfleger Lutz Brunotte berichtet dem Jugendausschuss über den Verlauf des letzten Jahres im „Konfetti“

Wie bereits berichtet wird die Krippengruppe im evangelischen Kindergarten Bockenem ein neues Gebäude bekommen. Der bisherige Holzanbau entspricht nicht den Standards. Anstatt einer Kernsanierung, die nicht viel günstiger gewesen wäre, entschied sich der Stadtrat zu einem kompletten Neubau. Bereits im Februar wird der Abriss beginnen, im März beginnen die Arbeiten am neuen Gebäude. Schon am 19. April soll das Richtfest stattfinden. Zum neuen Krippenjahr am 1. August steht der Bau dann – so zumindest die Planung.
Der während der Umbauarbeiten fehlende Gruppenraum wird in den Bewegungsraum im Obergeschoß verlegt. Dieser wiederum soll in den kommenden Monaten im Gemeindehaus am Papenburg ausquartiert werden. Gleichzeitig sollen regelmäßig Waldtage stattfinden, damit sich die Kinder trotzdem weiterhin regelmäßig austoben können. Auch ein Teil der Außenfläche muss während der Bauzeit „geopfert“ werden. Vom Südwall aus wird nämlich auch die Zufahrt zum Bauplatz sein. Diese wird zur Sicherheit mit einem festen Bauzaun vom Rest der Freiflächen abgegrenzt.
Das ein (Um)Bau im laufenden Betrieb gut möglich ist, haben allerdings bereits die Bauarbeiten in der AWO-KiTa gezeigt. Dort lief alles weitestgehend problemlos ab, die Kinder waren von den vielen Baufahrzeugen und -materialien sogar regelrecht begeistert.
Ein weiteres Thema bei der jüngsten Sitzung des Jugendausschusses war der Kinder- und Jugendtreff „Konfetti“. Jugendpfleger Lutz Brunotte berichtete aus dem vergangenen Jahr. Täglich besuchen 60 bis 100 Kinder das Gebäude. „Dabei sind die Kiosk-Besucher, die nur kurz hereinschauen und dann wieder gehen, noch nicht mit eingerechnet“, erklärte Brunotte. Jeden Tag gingen etwa 70 bis 80 Essen über den Tisch. Hauptsächlich seien dies Vier-Minuten-Terrinen, aber auch einige gefrorene Mahlzeiten, wie Pizzen, seien dabei.
Problematisch sei die Gewinnung von Jugendleitern „Bis vor zehn Jahren gab es immer eine Gruppe, die, wenn sie zu alt waren, Jüngere nachgezogen haben. Irgendwann fiel das weg und jetzt haben wir keine mehr“, so der Jugendpfleger. Zwar gebe es in der Oberschule in Zusammenarbeit mit Frank Rüffer eine Juleica-AG, doch nach Beendigung der AG würde niemand weitermachen. Das solle in Zukunft nach Möglichkeit besser werden.
Die Zusammenarbeit mit der Grundschule solle ausgebaut werden, konkrete Projekte sind aber noch nicht geplant. Mit den Vereinen laufe es langsam besser. Die würden sich gerne Spielgeräte und Hüpfburgen ausleihen. Die große Hüpfburg ist allerdings kaputt, eine Neuanschaffung kostet eine fünfstellige Summe.
Zu den Ferienpassaktionen haben sich 220 Kinder angemeldet, insgesamt gab es 1300 Buchungen. Damit blieb die Nachfrage auf dem Niveau von 2011. Insgesamt gab es 77 Angebote, von Jugendpflege und Vereinen. Sieben Fahrten wurden angeboten, die allesamt ausgebucht waren. Allerdings geht es nur noch in einem oder zwei Neunsitzer auf Reisen, große Busse würden bei Weitem nicht mehr voll werden, teilte Lutz Brunotte mit. Die Fahrten müssten dann abgesagt werden.
Gut angenommen werden Angebote im Wald, wie eine Kräuterküche, Buden bauen oder GPS-Rallys. Anspruchsvollere, handwerkliche Tätigkeiten würden dagegen immer unbeliebter werden. Ein erstes Vorbereitungstreffen auf den Ferienpass 2013 findet Ende März statt, die Angebote sollen dann bis Ende April stehen.
Zuvor muss allerdings noch ein anderes Problem gelöst werden. Denn ab April fällt die ABM-Maßnahme weg. Ob und wie eine neue Kraft angestellt wird, muss nun noch geklärt werden. Das Grundangebot ist zwar weiterhin sichergestellt, aber darüberhinaus wird es schwieriger werden.
Schnell einig wurden sich die Ausschussmitglieder über einen Antrag des VfR Bornum. Die Bornumer bekommen einen Zuschuss über 600 Euro zur Erneuerung von Duschleitungen.