In diesem Jahr lodert das Osterfeuer am Samstag

Ortsrat Bockenem folgt Wunsch der Feuerwehr / Spielgerät für die Sitzmulde? / Rosentröge wieder aktivieren

Von Daniel Hinz
Bockenem

In seiner ersten Sitzung des Jahres 2012 hatte der Bockenemer Ortsrat recht viele Themen zu behandeln. Unter anderem ging es um das Osterfeuer. Die Organisation liegt hier seit vielen Jahren in den Händen der Orts- beziehungsweise der Jugendfeuerwehr. Diese wünscht sich nun, dass das Abbrennen von Sonntag auf Samstag verlegt wird. Bislang gibt es an zwei Samstagen Anfuhrtermine und am Sonntag dann das Feuer. Drei Tage ist man daher beschäftigt und möchte den Aufwand nun verringern. Zukünftig soll am Samstagmorgen das Holz gebracht und am Abend das Feuer bereits abgebrannt werden. Wie es hieß, biete dies auch den Vorteil, dass das Holz nicht bereits im Vorfeld in Brand gesetzt werden kann. Außerdem könne nicht heimlich Müll angeliefert werden, der dann teuer entsorgt werden muss, und auch Tiere können sich nicht einnisten. „Wenn es logistisch möglich ist, das ganze Holz an einem Tag anzuliefern, dann steht dem nichts im Weg. Darüber müssen wir nun mit den Verantwortlichen Gespräche führen. Die Feuerwehr ist für die ganze Organisation zuständig, da sollten wir auf ihre Wünsche eingehen“, so die Meinung des Ortsrates. In diesem Jahr sei erst einmal ein Probelauf geplant. Sollte sich die Lösung nicht bewähren, könne im nächsten Jahr wieder eine Änderung erfolgen.
Aus Gesprächen mit der „Bürgerinitiative Bockenemer Innenstadt“ (BIBI) und dem Gewerbeverein hat sich ergeben, dass diese seit längerem Geld für eine Aufwertung der Sitzmulde gesammelt haben. Bereits vor zweieinhalb Jahren sei hier etwas geplant gewesen. Der neue Ortsrat wird sich dieses Themas nun annehmen und es als gemeinsames Projekt mit der BIBI und dem Gewerbeverein durchführen. Eine Möglichkeit besteht darin, die Brunnen mit Wasserspielgeräten für die Kinder auszustatten, hieß es. In diesem Punkt würden demnächst Gespräche geführt.
Weitere Themen waren die Umgestaltung des Lappenberges und die Wiederbepflanzung der Rosentröge. Bezüglich des Lappenberges soll es eine Ortsbegehung unter Einbeziehung der Anwohner geben. In puncto Rosentröge gibt es große Unterschiede. Einige seien gut gepflegt, andere hingegen inzwischen ohne Blumen. Der Ortsrat wird nun alle Anwohner, die einen Trog an ihrem Haus haben, anschreiben und fragen, ob sie in Zukunft wieder eine Bepflanzung wünschen. Finanziell würde dies dann aus Ortsmitteln unterstützt werden. Über die Bepflanzung selbst wurde noch nicht entschieden.
Die geplanten neuen Buswartehäuschen, unter anderem Am Alten Friedhof, seien inzwischen fertig, aber noch nicht aufgebaut worden. Dies solle in Kürze nachgeholt werden. Der zuständige Mitarbeiter in der Verwaltung sei bereits seit längerem erkrankt.
Änderungen stehen auch in der Nordstraße an. Nachdem sich die Anwohner über die vielen durchfahrenden Lkw beklagt hatten, ist die Verwaltung dem nachgegangen. Möglich sei eine Spurverengung, sodass in Zukunft die großen Laster dort nicht mehr durchkommen. Eine Entscheidung sei allerdings noch nicht gefallen; mehrere Möglichkeiten stehen derzeit noch zur Diskussion. Ähnlich sieht es bei der rechten Abbiegespur von der Danziger Straße in den Vogesberg aus. Die Sperrung ist ein Provisorium, das nun aber immerhin schon ein Jahr besteht. Anwohner beschwerten sich über teils waghalsige Rangiermanöver, bei denen auch bereits ein Zaun kaputt gefahren worden sei. Auch hier sucht die Stadtverwaltung noch nach einer Lösung.
Die Zahl der Einwohner in der Kernstadt ist im vergangenen Jahr um vier auf 4293 zurückgegangen. „Verglichen mit dem gesamten Stadtgebiet ist dieser Wert gut. Insgesamt hat die Stadt Bockenem im vergangenen Jahr fast 100 Einwohner verloren“, erläuterte Ortsbürgermeister Siegfried Berner (SPD) die Entwicklung. Ein letztes Thema betraf die Vereine. Bei ihnen soll angefragt werden, ob es möglich sei, die Informationskästen an einem Standpunkt zu zentrieren und nicht über das gesamte Ortsgebiet zu verteilen. Außerdem ist ein Treffen geplant, bei dem die Bockenemer Kernstadtvereine ihre Termine und Veranstaltungen absprechen und einen Kalender erstellen könnten. „Ich bin da nicht sehr hoffnungsvoll. Das wurde schon öfter probiert und es hat nie geklappt“, meinte Ratsmitglied Jürgen Meyer (CDU). Ortsbürgermeister Siegfried Berner möchte die Hoffnung jedoch noch nicht aufgeben. Er verwies auf das Beispiel Königsdahlum; dort habe es jüngst auch geklappt.