In Gewerbegebiet und Freibad läuft alles nach Plan

 

Bericht von Bürgermeister Martin Bartölke bei JHV des CDU-Stadtverbandes / Treue Mitglieder ausgezeichnet

Bockenem (vo). Drei Monate vor dem ursprünglich anvisierten Termin werden im neuen Gewerbepark in Bockenem bald die Absperrgitter zur Seite geräumt. „Eigentlich sollte die Eröffnung erst im August stattfinden. Wir sind nicht zuletzt durch den milden Winter aber deutlich schneller“, berichtete Bockenems Bürgermeister Martin Bartölke in der Hauptversammlung des CDU-Stadtverbandes Bockenem. Dazu würden die Kosten im vorher vereinbarten Rahmen von 2,8 Millionen Euro bleiben. 600.000 Euro erhält die Stadt aus Mitteln der Europäischen Union als Zuschuss für das Bauprojekt. „Es fehlen nur noch einige Straßenschilder sowie entsprechende Fahrbahnmarkierungen. Dann können wir dort den Verkehr freigeben“, erläuterte der Bürgermeister. Die offizielle Einweihung soll im Mai stattfinden.
Auch im Blick auf das Bockenemer Freibad, das derzeit grundlegend umgestaltet wird, gibt es gute Nachrichten. „Dort verlaufen die Arbeiten so wie geplant“, sagte Bartölke. Ein konkretes Eröffnungsdatum könne derzeit aber noch nicht genannt werden. Angepeilt ist zumindest der 1. Juni. Beim Blick auf die Anlage fehlen derzeit noch die Böden in den beiden Becken. Das hat aber seinen Grund. Die Platten können nicht unter einer konstanten Außentemperatur von 15 Grad Celsius geschweißt werden. Andernfalls könne es später Probleme mit der Beschaffenheit des Materials geben. „Die Bleche liegen bereit. Die Arbeiter benötigen für jedes Becken nur zwei Tage. Das geht dann sehr schnell. Dann muss noch ein wenig poliert werden und schon kann das Wasser fließen“, erläuterte der Verwaltungschef.
Zudem würde das Thema Windkraft die Gemüter im Ambergau bewegen. „Es zeichnet sich ab, dass man gegen das Repowering bei Ilde aber nur schwer etwas machen kann“, so der Verwaltungschef. Auf dem Themenplan der nächsten Zeit stünde auch ein Gesamtkonzept für die beiden Grundschulen in Bockenem und Bornum. Dabei geht es auch um die Frage, ob eine Zusammenlegung auf Dauer sinnvoll ist. „Oberstes Ziel ist eine gute Beschulung der Kinder“, erläuterte der Bürgermeister. In nächster Zeit sind diverse Workshops geplant. Zudem wolle die Stadt externe Berater, wie zum Beispiel von der Landesschulbehörde, zu Rate ziehen.
Um die personelle Situation bei einigen Feuerwehren ist es nicht allzu gut bestellt. Bartölke rechnet damit, dass in einiger Zeit in drei bis vier Orten die Mindeststärke von 18 Aktiven nicht mehr erreicht werden kann. Statt einer Freiwilligen Feuerwehr würde dann wohl eine Löschgruppe im Falle des Falles an den Start gehen. Dem Verwaltungschef ist sehr daran gelegen, dass auch weiterhin in den Orten Kräfte bei brenzligen Situationen schnell helfen können.
Zur Kommunalstruktur meinte der Bürgermeister, dass Fusionen eine gute Sache seien, wenn sie für alle Seiten Sinn machen. „Ich werde mich dafür einsetzen, dass Bockenem nicht in irgendeinem Prozess unter den Tisch fällt. Wir werden ganz genau hinschauen“, so Bartölke.
Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ralf Marten unterstrich in seinem Bericht, dass man sich grundsätzlich für erneuerbare Energien ausgesprochen habe. Allerdings müssten stets die Belange von Mensch und Tier berücksichtigt werden. „Es erfolgt eine umgehende Prüfung und Beratung, ob im Stadtgebiet ein weiterer Windpark Zukunft hat“, betonte Merten.
Die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Christina Philipps erinnerte in ihrer Rückschau noch einmal an die umfangreichen Vorbereitungen der Kommunalwahl. Viel Zeit hätten nicht nur die Gespräche mit potentiellen Kandidaten in Anspruch genommen, auch in die Gestaltung der Wahlbroschüren seien etliche Stunden investiert worden. Das traditionelle „Gespräch am Kamin“ mit Justizminister Bernd Busemann oder das Sommerfest in Hary seien ein voller Erfolg gewesen. Christina Philipps freute es, dass Ulrike Schumann aus Schlewecke der Einzug in den Kreistag gelungen ist.
Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 85 Termine für die CDU. Die Frauenunion zählt derzeit 30 Mitglieder. Die Junge Union leidet unter einer zu hohen Altersstruktur. Ein Großteil der 50 Mitglieder ist mindestens 30 Jahre alt. Daher sei der Entschluss gereift, sich geschlossen aus dem Kreisvorstand zurückzuziehen. Auch auf Bezirksebene würden künftig keine Ämter mehr seitens der Bockenemer Jungen Union übernommen werden, informierte Katharina Spengler.
Auf der Tagesordnung standen auch Ehrungen treuer Mitglieder. Auf eine 40-jährige Zugehörigkeit blicken Otto Mävers, Herbert Kleiner, Christian Philipps und Bartold von Gadenstedt, der unter anderem 17 Jahre als Ortsbürgermeister in Volkersheim tätig war, zurück. Der frisch gekürte Landtagskandidat Jens Heinemann nutzte die CDU-Versammlung, um sich den Parteifreunden im Stadtgebiet von Bockenem vorzustellen.