In gut elf Wochen wird das Stadtbad zur Baustelle

Diese Wasserratten gehörten zu den ersten Gästen in der neuen Freibadsaison im Bockenemer Freibad. Sie werden sicher auch nach der bevorstehenden Sanierung in dem neuen Freizeitbereich viel Spaß haben. (Foto: Vollmer)

Bürgermeister informierte bei JHV des Stadtbadfördervereins / Gerhard Zerrenthin weiter Vorsitzender

Von Michael Vollmer, Bockenem

Den größten Posten im Haushalt des Stadtbadfördervereins Bockenem machen die Rettungsschwimmer aus. Mit dem finanziellen Beitrag sichert der Förderverein eine durchgehende Öffnungszeit in der beliebten Freizeiteinrichtung. „Sonst war das Bad tagsüber zeitweise geschlossen. Diese Zeiten gehören nun aber der Vergangenheit an. Wir sind stolz darauf, wie es jetzt ist“, erläuterte der Vorsitzende Gerhard Zerrenthin in der Hauptversammlung.
Bürgermeister Martin Bartölke machte in seinem Bericht erwartungsgemäß die bevorstehende Sanierung des Bades zum Thema. „Sicherlich konnten nicht alle Wünsche zu 100 Prozent verwirklicht werden. Es hat im Vorfeld viele gute Diskussionen gegeben“, berichtete der Verwaltungschef. In Sachen Sanierung seien aber bestimmte Dinge noch nicht bis ins letzte Detail entschieden. Das Ingenieur-Büro bereite derzeit die Ausschreibungen vor. Schön wäre es, wenn sich im Zuge der Neugestaltung Sponsoren finden würden. So könnte es zum Beispiel Werbepartner für Startblöcke oder Schwallduschen geben.
„Das Thema Beleuchtung ist noch nicht abschließend geklärt“, erläuterte Bartölke. Eine neue Toilettenanlage auf der Liegewiese sei in der Diskussion. Ein Bau sei aber nur dann realistisch, wenn das Budget nicht überstrapaziert werde. Die Bauarbeiten beginnen am 29. August, dann können sich Interessierte vielleicht auch noch ein paar Andecken aus dem Bad sichern. So können voraussichtlich die Waschbetonplatten kostenlos abgeholt werden. Die genauen Pläne hängen im Bad aus. Bei normaler Witterung möchte die Stadt das Freibad im Juni 2012 wieder öffnen. Das neue Edelstahlbecken soll noch bei entsprechender Witterung vor Weihnachten seinen Platz auf dem Gelände finden.
Auch die Besucherzahlen waren ein Thema. 2009 suchten 40.165 Personen im Bad eine Abkühlung, 2010 lösten 39.399 Besucher ein Ticket. Allerdings endete da die Saison auch einige Tage früher. In diesem Jahr zählte der Computer nach gut zwei Wochen etwa 1700 Gäste.
Der Zuschussbedarf hat sich bei rund 140.000 Euro eingependelt. In Spitzenzeiten lag das Defizit bei knapp 170.000 Euro. Der Kostendeckungsgrad ist mit 47,6 Prozent konstant geblieben. „Der Minusbetrag wird deutlich nach oben gehen. Schuld sind die Abschreibungen durch die neue Haushaltsführung“, erläuterte Martin Bartölke. Der veranschlagte Wert dürfte bei 70.000 Euro liegen.
Die Mitglieder beschlossen diverse Satzungsänderungen, die von den Behörden für die Anerkennung der Gemeinnützigkeit gefordert werden. Außerdem standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Gerhard Zerrenthin leitet weiterhin den Stadtbadförderverein. Maike Mahnkopf ist auch in Zukunft als Stellvertreterin tätig. Für die Finanzen sorgt wie bisher in den nächsten Jahren Rüdiger Weise. Katrin Ehrbar, Simone Guder und Sabine Marotta gehören dem Vorstand als Beisitzerinnen an. Siegfried und Gertrud Berner schieden nach sechsjähriger Tätigkeit aus der Führungsmannschaft aus. Die DLRG-Ortsgruppe entsendet Dirk Bode in den Vorstand, der Schwimmverein Poseidon schickt Rainer Block und die Stadt Bürgermeister Bartölke in die Führungsetage des Vereins.