In wenigen Tagen rücken in Bönnien die Bagger an

Der Arbeitskreis mit Ortsbürgermeister Rainer Bode (rechts) präsentiert den Plan zum Ausbau der Störyer Straße, Bürgermeister Martin Bartölke (links) den Zuwendungsbescheid über 458.624 Euro, den Norbert Lütke (Dritter von links) überreichte. (Foto: Knoblich)
 
Ein Bild für das Geschichtsbuch: So wird die Störyer Straße schon bald nicht mehr aussehen. (Foto: Knoblich)

Desolate Störyer Straße wird im Rahmen der Dorferneuerung für 2,2 Millionen Euro saniert

Schon seit vielen Jahren kann das Ambergau-Dorf Bönnien den zweifelhaften Titel für sich beanspruchen, mit der Störyer Straße die wohl desolateste Straße im gesamten Stadtgebiet zu haben. Doch damit wird bald Schluss sein. Mitte April rollt nämlich schweres Baugerät an.

Von Karsten Knoblich

Bönnien. Schon im Juli 2007 ins Niedersächsische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen, hat sich zumindest sichtbar bisher nicht viel getan in Bönnien. Umso erfreuter ist man beim Arbeitskreis, dass sich nun etwas bewegt – und zwar ordentlich. Denn die Finanzierung für den lang ersehnten Ausbau der 800 Meter langen Störyer Straße ist nun sichergestellt. Mit den Arbeiten kann begonnen werden.
Insgesamt 2,2 Millionen Euro wird das Projekt kosten. Einen großen Batzen davon steuert das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen bei. Als deren Vertreter konnte Dezernatsleiter Norbert Lütke jetzt vor Ort Bürgermeister Martin Bartölke den Zuwendungsbescheid über eine Fördersumme von 458.624 Euro übergeben. „Das ist die größte öffentliche Maßnahme in der Dorferneuerung überhaupt“, machte Lütke bei dieser Gelegenheit deutlich. In dieses „riesige Projekt“ fließe die bisher höchste vergebene Fördersumme innerhalb seines Landesamtsbezirks. Der umfasst immerhin neben der Region Hannover die Landkreise Hildesheim, Schaumburg, Holzminden und Hameln-Pyrmont. Während die Stadt den Löwenanteil der Kosten beisteuert, werden auch die Anlieger zur Kasse gebeten. Sie müssen, je nach Umfang des Ausbaus, mindestens 170.000 Euro tragen.
„Am 6. April steht die Baustelleneinweisung auf dem Programm, und ab 18. April wird’s dann laut und dreckig“, machte Sabine Hinst vom Hildesheimer Ingenierbüro Treuberg & Hinst deutlich. Im Verlauf dieses Jahres stehen zunächst die Kanalbauarbeiten im Mittelpunkt. Dabei wird die Regenwasserkanalisation komplett erneuert. Der Schmutzwasserkanal wird zum Teil neu, zum überwiegenden Teil aber saniert. Im kommenden Jahr wird man sich dann der Fahrbahn annehmen. Sie erhält eine Bituschicht. Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnet Bauamtsleiter Bernd Arndt im Spätsommer 2012. An die Bönnier Einwohner wurde natürlich auch gedacht. Während der Maßnahme wird die Störyer Straße im Zuge der Maßnahme immer nur abschnittsweise gesperrt. „So wird es also immer ein Durchkommen geben“, sagt Sabine Hinst.
Bei der Übergabe der Fördersumme mit dabei waren auch die Mitglieder des Arbeitskreises Dorferneuerung. „Der hat sich in den vergangenen Monaten und Jahren viel Arbeit gemacht“, lobte Ortsbürgermeister Rainer Bode (CDU) das Engagement. Und er muss es wissen, gehört er dem Kreis doch selbst an. Bode dankte vor allem der Verwaltung. Sie habe die Vorschläge des Arbeitskreises stets berücksichtigt. Ein Wunsch war es beispielsweise, das alte Kopfsteinpflaster in den Einmündungsbereichen wieder mit einzubauen, um den Charakter der Störyer Straße zu erhalten. Außerdem legte der Arbeitskreis die Standorte fest, an denen Grünflächen ausgewiesen werden sollen. Umgesetzt wird auch der Vorschlag, die Bushaltestelle auf gemeindeeigenen Grund in die Nähe der Kirche zu verlegen. An diesem Standort wird künftig ein sicheres Ein- und Aussteigen ermöglicht.