Innenstadtsanierung kommt voran

Viele Altstadtstraßen, auch die Bönnier Straße, könnten grundsätzlich als Förderquartier ausgewählt werden.

Voruntersuchung könnte am 1. Oktober beschlossen werden / Neue Tragkraftspritze für Königsdahlum

Während der nächsten Ratssitzung am 1. Oktober könnte die Auftragsvergabe für die obligatorisch zu erstellende Voruntersuchung zur Aufnahme in das Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalsschutz vorgenommen wer­den, informierte auf der jüngsten Zusammenkunft des Rates Bürgermeister Martin Bartölke. Die Frist zur Antragstellung für 2015 ist der 1. Juni 2014. Bis dahin sollte dann auch das geforderte integrierte Entwicklungskonzept in seinen Grundzügen fertig vorliegen.
Ein zügiges Vorgehen ist folglich geboten, und der Rat ist dazu wohl bereit. Dementsprechend war jetzt als fachkompetente Informantin Brigitte Vorwerk vom Regionalbüro der Deutschen Stadt- und Grundstücks-Entwicklungsgesellschaft zu einem Fachvortrag vor dem Gremium eingeladen. Es mache für Bockenem schon Sinn, einen Antrag auf Förderung zu stellen, und die in der anschließenden Diskussion vorgebrachten Bedenken, ob die privaten Grundstückseigentümer in der Altstadt wohl mitziehen würden, entkräftete die Vortragende mit den von ihr gemachten positiven Erfahrungen in anderen, Bockenem vergleichbaren Städten und Gemeinden.
Vom sanierten Fenster bis zum Bad, von der Fassade bis zum Gesamtobjekt - alles könne bei Zusage mit einem Drittel bezuschusst werden. Darüber gäbe es für alle Eigentümer die 100-prozentige steuerliche Abschreibung aller anfallenden Sanierungskosten und „einen ganzen Strauß sonstiger zusätzlicher Fördermöglichkeiten“. Über alles informiere dann das von der Stadt beauftragte Büro.
Die Sanierung öffentlicher Plätze und Straßen betreffend müssten zwar Erschließungsbeiträge erhoben werden, doch diese würden in diesem Fall nicht auf die Anlieger, sondern als sogenannte Ausgleichsbeträge auf alle im Fördergebiet ansässigen Grundstückseigentümer umgelegt, was für die konkreten Anlieger erheblich günstiger sei. Saniert werden könne auf keinen Fall die gesamte Altstadt, sondern nur ein vorher festgelegtes bestimmtes Quartier.
Als Fachbehörde sei stets auch die Denkmalspflege beteiligt. Grundsätzlich könnten zwar nur unter Denkmalsschutz stehende Objekte gefördert werden – in der gesamten Altstadt liegt ihre Zahl bei etwa 160 – doch gäbe es diese Fördermöglichkeit auch für besonders „historisch relevante“ Gebäude. Das sei dann logischerweise eine Interpretationsfrage.
Im Fazit ist festzuhalten: Das Einschalten des grünen Lichts für die Antragstellung zur Aufnahme in ein städtebauliches Förderprogramm steht in Bockenem offensichtlich kurz bevor.
Die Mühlengrabenbrücke in Königsdahlum konnte nach ihrer Fertigstellung jetzt für den Verkehr freigegeben werden Das teilte der Bürgermeister mit, der darauf verwies, dass die nahe dabei liegende Nettebrücke aufgrund des letzten Hochwassers auf eine Tragfähigkeit von drei Tonnen begrenzt wurde. Die Feuerwehr in Königsdahlum wird eine neue Tragkraftspritze erhalten. Die alte ist nach 39 Jahren abgängig. Die Lieferung der neuer TS der Marke Magirus soll im Laufe dieses Monats erfolgen.
Das Stadtbad betreffend wurde aufgrund eines technischen Defektes im Blockheizwerk ein Ersatz-Heizgerät eingesetzt. Das voraussichtliche Saisonende ist der 15. September. Der Stadtbad-Förderverein wird an diesem Tag ein Abschwimmen organisieren.
Die Bahnstrecke Seesen-Derneburg soll unter 60 potenziell reaktivierbaren Bahnstrecken im Land Niedersachsen voruntersucht werden. Die Stadt hat dazu eine positive Stellungnahme abgegeben. Innerhalb der Flurbereinigung Nettetal erfolgt zum 15. September die vorläufige Besitzeinweisung.