Junge Künstler in den Fußstapfen großer Meister

Nicht wenige der zahlreichen Besucher staunten im Rahmen der Ausstellungseröffnung über die künstlerischen Fähigkeiten der Grundschüler. (Foto: Knoblich)
 
Emma Plünnecke (links) und Annika Röbbel beim zweistimmigen Flötenspiel „Der Kuckuck und der Esel“. (Foto: Knoblich)

Mädchen und Jungen der Grundschule an der Jahnstraße stellen bis 15. Juli Bilder im Städtischen Museum aus

Von Karsten Knoblich
Seesen

Das Foyer des Städtischen Museums platzte fast aus allen Nähten, als Marisa Kuckelkorn, Kunstpädagogin an der Grundschule Jahnstraße, hier eine Ausstellung mit Werken junger Künstler eröffnete. Viele Gäste – Schüler, Eltern und Kollegen der Jahnschule, Vertreter öffentlicher Einrichtungen sowie Bürgermeister Erik Homann mit seiner Familie – ließen es sich nicht nehmen, die Ausstellung gleich am Eröffnungstag zu besuchen. Für die Organisation zeichnete Marisa Kuckelkorn gemeinsam mit der pädagogischen Mitarbeiterin Chris Naujok verantwortlich.
Zur Vernissage gehörte auch ein musikalischer Teil. Hier erfreute Emma Plünnecke zunächst mit einem Soloflötenspiel („Im Frühtau zu Berge“), um dann gemeinsam mit Annika Röbbel zweistimmig „Der Kuckuck und der Esel“ zu spielen und verdienten Applaus zu ernten. Außerdem stimmten die Erst- und Zweitklässler Elsa, Melissa, Chiara, Neele, Katharina, Tim und Anujan ein Sommerlied an und forderten die Gäste zum Mitsingen auf.
Anschließend präsentierte sich den Besuchern eine farbenfrohe, lebendige Bilderausstellung. Vorgaben, die an Maler wie Friedensreich Hundertwasser, Miró, Rosina Wachtmeister, Vaserely und Keith Haring erinnern, aber auch phantasievolle Werke ließen die Besucher staunen. Eindrucksvoll zeigte sich, mit welcher Begeisterung und Konzentration die jungen Künstler mit Pinsel und Farben umzugehen wissen.
Ausdauer und Geschicklichkeit werden schon zeitig geübt, die Ergebnisse zeigen es ganz deutlich. Ein weiteres Beispiel hierfür sind auch die Federzeichnungen. Daneben vermitteln farbenprächtige Mobiles sowie Laubsägearbeiten dem Betrachter, dass die Schüler es ebenso verstehen, mit Werkzeugen umzugehen. Andere Künstler stellten bereits angefangene Bilder fertig. Eine auffallend farblich abgestimmte Malerei zeigt das Bild mit Katzen und Sonne; es erinnert an Rosina Wachtmeister. Einige Viertklässler hatten sich mit dem jungen Künstler Keith Haring be­fasst. Auf den Punkt gebracht: Die Erstklässler zeigen mit ihren Bildern, was durch Formen und Farbgebungen gelingt.
Da leider nicht alle Bilder einen Platz im Museum finden konnten, hatten sich alle Klassen gemeinsam im Team entschieden, welche Bilder aufgehängt werden sollten.
Nachdem Museumsleiter Friedrich Orend die kleinen und großen Gäste durch das Museum geführt hatte, spielte der junge Pianist Tim Luca Zamfir auf dem Steinway-Flügel das Stück „Die kleine Eisenbahn“ von Anne Terzibaschitsch.
Chris Naujok bedankte sich am Ende des Nachmittages bei allen Mitwirkenden für die gelungene Ausstellung – vor allem natürlich bei den jungen Künstlern der Jahnschule, die von ihren Eltern begleitet wurden, aber auch bei Marisa Kuckelkorn, Angelika Horn, Susanne Dreymann, Nicole Lühmann, Bärbel Kolle und Britta Starke, die den Kindern mit kunstpädagogischem Rat zur Seite standen. Einen großen Blumenstrauß gab es zudem für Friedrich Orend. „Ohne ihn und sein ehrenamtliches Mitarbeiterteam wäre diese Ausstellung so nicht zu­stande gekommen“, machte Chris Naujok deutlich.
Die Bilder sind noch bis zum 15. Juli im Städtischen Museum zu sehen. Ein Besuch lohnt sich allemal, lassen die Bilder doch ahnen, welche künstlerischen Fähigkeiten in den jungen Talenten stecken.