Keine Bedenken gegen hohe Silos im Gewerbepark

Der Stadtentwicklungsausschuss auf Tour: Die Erneuerung von Gehwegen stand im Blickpunkt. (Foto: Knoblich)

Ausschuss stimmt für Bebauungsplanänderung / Bei Ortsbesichtigung Gehwege unter die Lupe genommen

Gerade hatten es sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umwelt und Bauwesen des Rates der Stadt Bockenem auf ihren Plätzen im großen Sitzungssaal des Rathauses gemütlich gemacht, da ging es auch schon wieder nach draußen. Eine Ortsbesichtigung stand auf der Tagesordnung.

Von Karsten Knoblich

Bockenem. Im Bickpunkt dabei: Ein Vorschlag, den die Bürgerinitiative Bockememer Innenstadt, kurz BIBI, in ihrem „Einstiegsplan für eine zukunftsfähige Innenstadt“ formuliert hatte (der „Beobachter“ berichtete).
Seinerzeit hatten Politik und Verwaltung signalisiert, die Anregungen der Bürgerinitiative aufnehmen zu wollen. Und man hält Wort. Die geforderte Reparatur der Treppe am Ende des Verbindungsweges zwischen Bürgermeister-Sander-Straße und Nordwall ist mittlerweile erfolgt. Das Bauwerk ist sicherer und durch den Einsatz der BIBI auch optisch ansprechender geworden.
Darum ging es an diesem Abend aber nicht, sondern um die Erneuerung von Gehwegen. Die Bürgerinitiative hatte angeregt, die Gehwegbeläge in der Wiesenstraße und auch in der Judenstraße – jeweils auf den Teilstücken zwischen Nordwall und Bönnier Straße – zu erneuern und einheitlich fortzusetzen. Was die Wiesenstraße betrifft, so sahen die Ausschussmitglieder durchaus die Notwendigkeit für eine Reparaturmaßnahme. Die Verwaltung wurde beauftragt, die Kosten dafür zu ermitteln. Außerdem soll die Möglichkeit ausgelotet werden, wie die Fahrbahn in diesem Teilabschnitt kostenmäßig erneuert werden kann. Anders in der Judenstraße: Hier ist nach Ausschussmeinung eine Erneuerung der Gehwegbeläge aktuell nicht vonnöten. Dafür werde der Teilabschnitt auch zu wenig frequentiert.
Wieder zurück im Rathaus, ging es noch um die 1. Änderung des Bebauungsplanes „Gewerbepark“. Es geht dabei um die geplante Umsiedlung des derzeit noch am Bockenemer Bahnhof ansässigen Landhandelsbetriebes Agravis Raiffeisen AG. Der neue Standort soll sich künftig im Südwesten der Kernstadt, nördlich der Bundesstraße 243a zur Autobahn und östlich der Kreisstraße 333 nach Ortshausen, befinden. Allerdings darf hier bislang nur mit einer Höhe von zwölf Metern (oder 126,92 Meter ü.N.N.) über gewachsenem Grund gebaut werden. Die vorgesehenen Silos, die hier entstehen sollen und einen Durchmesser von 13,50 Meter haben werden, sind aber deutlich höher. So stimmte der Ausschuss – wie vorher schon die Mitglieder des Ortsrates Bockenem – mehrheitlich dafür, die Höhenbegrenzung nun auf rund 30 Meter (oder 157 Meter ü.N.N.) festzusetzen – das gilt wohlgemerkt nur für dieses Grundstück. Tags darauf befasste sich als entscheidendes Gremium der Rat der Stadt Bockenem mit diesem Thema. Mehr dazu in einer der nächsten Ausgaben.
Zu guter Letzt wurde den Politikern seitens der Verwaltung noch Holger Schrader als neuer stellvertretender Bauamtsleiter vorgestellt. Er wechselt aus dem Fachbereich Finanzen und Inneres auf diesen Posten.