Klasse 8cR der Oberschule spendet für Sozialen Mittagstisch Guter Hirt

Reinhard Aksamski (links, „Guter Hirt“) freute sich über die Spende der Klasse 8cR; hier mit Referandar Michael Walter (2. von links) und Klassenlehrerin Petra Breidung-Kramer (hinten links).
Bockenem (bo). Mit dem Thema „Hunger“ hatten sich in den vergangenen Wochen die Jungen und Mädchen der Klasse 8cR der Oberschule Bockenem im Fach Erdkunde beschäftigt. Schnell wurde den Schülern im Verlauf dieser Unterrichtseinheit klar, dass Armut und Hunger auch in Deutschland keine Seltenheit sind, schließlich leben 15 Prozent aller Haushalte in der Republik in „relativer Armut“. Und das hat natürlich Folgen. Im Rahmen eines Projekttages zum Thema „Hunger“ für die Klasse 8cR – für die Organisation und Durchführung zeichnete Referendar Michael Walter verantwortlich – beschlossen die Achtklässler, etwas zu spenden. Bedingung sollte sein, dass das gesammelte Geld Bedürftigen in der näheren Umgebung zu Gute kommt.
Gesagt, getan. Die Wahl fiel letztlich auf den „Sozialen Mittagstisch Guter Hirt“ in Hildesheim, dem man zum Abschluss der Unterrichtseinheit einen Besuch abstattete. Insgesamt 100 Euro sowie reichhaltige Lebensmittelspenden der Schüler und deren Familien konnten dort übergeben werden. Sehr zur Freude von Reinhard Aksamski, der die Spenden dankend entgegen nahm. Im Gegenzug gab es eine Führung über das Gelände, angefangen von der Kirche bis zu Küche, Speisesaal und Lagerhalle. Natürlich gab es dabei auch allerhand Informationen zu Organisation, Struktur und Verwendung von Geld- und Lebensmittelspenden sowie zur Versorgung von Bedürftigen. Dabei rückte vor allem die Notwendigkeit des „Guten Hirten“ für den Stadtteil und die Nachbarbezirke in den Mittelpunkt. Hier werden beispielsweise auch bedingt arbeitsfähige Menschen, die auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht vermittelbar sind, in die tägliche Arbeit mit eingebunden. Anschließend wartete noch ein gemeinsames Mittagessen beim sozialen Mittagstisch auf die Schülergruppe aus Bockenem.
„Für die Schüler ist es wichtig, solch greifbare Themen nicht nur theoretisch zu behandeln, sondern sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen; sich in diesem Fall über soziales Ungleichgewicht auch in der eigenen Umgebung bewusst zu werden sowie Möglichkeiten der Unterstützung und solidarischen Handelns kennenzulernen“, machte Michael Walter deutlich.
Viele neue Eindrücke hat die Klasse gewonnen, und sie will auch weiterhin Bedürftigen helfen. Als nächstes ist eine Kleidungsspendenaktion geplant.