König von Ladakh zu Gast im Glashaus

Seine Eminenz, der König von Ladakh, ist morgen zu Gast im Derneburger Glashaus.

Vortrag von Seiner Eminenz zu Tradition, Gegenwart und Zukunft

Bockenem/Derneburg (kno). Das gibt es nicht alle Tage: Am Mittwoch, 20. Oktober, 19 Uhr, darf im Glashaus in Derneburg, Schloßstraße, Seine Eminenz Raja Jigmed Wangchuk Namgyal, König von Ladakh, begrüßt werden. Er wird dort einen Vortrag halten (in englischer Sprache mit Übersetzung), verbunden mit einer Power-Point-Präsentation. Jeder ist herzlich willkommen. Anschließend steht der König noch für Fragen bereit. Der König wirbt insbeondere um den Erhalt des alten Klosters Mangyu in Ladakh, zu dem in diesen Tagen ein Bildband von Peter van Ham herauskommen wird. Das Kloster soll nach Restaurierung als Weltkulturerbe vorgeschlagen werden.
Im Rahmen der Ausstellung „Indiens Tibet – Tibets Indien“, die am 23. Oktober im Linden-Museum in Stuttgart eröffnet wird, hält sich der König von Ladakh für kurze Zeit in Deutschland auf. Der König ist in direkter Linie der 37. Thronfolger der alten Namgyal-Dynastie, die bis in das 15. Jahrhundert zurückgeht. Heute ohne politische Macht, wird die Königsfamilie aber immer noch von den Ladakhis hoch geachtet. Der König setzt sich sehr für den Erhalt der ladakhischen Kultur ein und ist der Vorsitzende von zwei Institutionen, dem Namgyal Institute for Research on Ladakhi Art and Culture (NIRLAC) und dem Namgyal Institute for People With Disabilities (NIPWD).
Seinen Besuch in Deutschland möchte er nutzen, um über sein Land, das hoch oben im westlichen Himalaya liegt und politisch zu Indien gehört, zu berichten. Ladakh, auch als „Klein-Tibet“ bezeichnet, ist heute noch tibetisch-buddhistisch geprägt und birgt zahlreiche, zum Teil sehr alte kulturelle Schätze, wie die Klöster Alchi, Lamayuru und Mangyu. Anfang August zerstörten die schlimmsten Regenfälle seit Jahrzehnten und in deren Folge gewaltige Schlammlawinen große Teile der Hauptstadt Leh sowie einiger weiterer Orte.