Königstraße soll schöner und „ruhiger“ werden

Der zunehmende Verkehr in der Nordstraße, in Richtung der dort ansässigen Industrieunternehmen, steht in der Kritik. (Foto: Klaube)

Ortsrat Bockenem will Kosten für Sanierung ermitteln lassen / Begrüßungsveranstaltung für Neubürger im November

Bockenem (LB). Auf Vorschlag des Bockenemer Ortsbürgermeisters Siegfried Berner (SPD) votierten die Mitglieder des Ortsrates bei ihrer jüngsten Sitzung einstimmig dafür, dass die Königstraße als Sanierungsprojekt in den Haushalt des kommenden Jahres aufgenommen werden soll. Diese Hauptgeschäftsstraße der Kernstadt sei mit einer Pflasterung im Bereich Marktstraße bis Bönnier Straße zu versehen und sollte dann verkehrsberuhigt gestaltet werden. Diesbezügliches Vorbild sei die Seesener Jacobsonstraße. Die für diese Maßnahme erforderlichen Kosten müsse man ermitteln.
Ebenfalls auf Vorschlag des Ortsbürgermeisters soll die Maßnahme Lappenberg in den Haushalt 2013 kommen. Sie beschäftigt den Ortsrat schon fast ein Jahrzehnt. Wichtig sei hier, was mit dem Containerstandort geschehen solle. Zu dem Gesamtbereich sei ein „Konzept“ zu erarbeiten. Die vorgesehene Sanierung der Hindenburgstraße könne aus Sicht des Ortsrates hingegen „noch warten“.
Zu Beginn der Sitzung hatte man sich nach dem Stand verschiedener Vorhaben erkundigt. Dabei wurde bekannt, dass noch im September zwei Buswartehallen gebaut werden, die eine am Alten Friedhof, die andere am Schulzentrum. Ebenfalls im September wird auf dem Markt als Spielgerät eine vom Bockenemer Gewerbeverein gespendete Wippe installiert. Bei der Aufstellung wollen Ortsrat und Gewerbeverein zusammen arbeiten.
Die Bänke im Bereich Allee/Stobenstraße wurden von Ortsratsmitglied Wolfgang Rittgarn (SPD) inzwischen wieder instand gesetzt. Bei den Toiletten hinter dem Markt habe man die Tür gestrichen und ein neues Kennzeichen angebracht.
Kritisch bewertete der Ortsrat den steigenden Verkehr in der peripheren Nordstraße. Hierzu liegen inzwischen Verkehrserhebungen vor. Möglicherweise werde man Beschränkungen für größere Fahrzeuge aussprechen. Siegfried Berner dazu: „Wir können es nicht zulassen, dass diese Straße vom Schwerlastverkehr kaputt gefahren wird.“ Sehr stark sei die Belastung vor allem morgens, wenn beim Unternehmen „Meteor“ die Arbeit beginne, und dann noch einmal, wenn beim Betonwerk der Schichtwechsel anstehe. Die von Anliegern ebenfalls kritisch bewertete Situation im Bereich Danziger Straße/Vogesberg werde weiter beobachtet, hieß es.
Für eine erstmalig anstehende Begrüßungsaktion von Neubürgern, für die vor einiger Zeit ein positiver Grundsatzbeschluss gefasst worden war, wurden die Einzelheiten inzwischen festgelegt. Man will diese Veranstaltung am 9. November um 15.30 Uhr durchführen, dabei über verschiedene Einrichtungen in der Stadt informieren und jeweils eine Broschüre mit Informationen und ein Geschenk überreichen. Im Zusammenhang mit dieser Aktion teilte der Ortsbürgermeister mit, dass in diesem Jahr bislang in der Kernstadt 17 Kinder geboren seien.
Zu Beginn der Sitzung hatten zwei Zuhörer Kritik am äußeren Erscheinungsbild vor einigen Grundstücken in der Allee, in der Stobenstraße und in der Ernst-Deger-Straße geäußert. Die entsprechende Satzung der Stadt sollte rigider angewendet werden.