„Konfetti“ kunterbunt beim Weltkindertag in Bockenem

Die Bewegungsspielgeräte des Mahlumer Kindergartens kamen bei den Kleinen gut an. (Foto: Berner)
 
Susanne Meyer und Björn Minks von der MiA haben ein Auge auf das muntere Treiben auf der Hüpfburg. (Foto: Berner)

Für jeden Geschmack war etwas dabei / Susanne Meyer von der Freiwilligenagentur MiA mit Premiere zufrieden

Weltkindertag in Bockenem – Für jeden Geschmack war etwas dabei

Den ersten von der Freiwilligenagentur MiA in Bockenem organisierten Weltkindertag wertet Leiterin Susanne Meyer als Erfolg. Bei strahlendem Sonnenschein machten sich viele Bockenemer Kinder auf den Weg zum Kinder- und Jugendtreff „Konfetti“.

Von Gertrud Berner

Bockenem. Auf der großen Hüpfburg herumtoben, beim evangelischen Jugenddienst unter der Leitung von Frank Rüffer mit leuchtenden Farben eine Riesentischdecke bemalen, Dosenwerfen am Stand des Kinderschutzbundes oder die vielen Bewegungsspielangebote des Mahlumer Kindergartens ausprobieren, war so recht nach dem Geschmack der Jungen und Mädchen. Wer es etwas ruhiger mochte, konnte Freundschaftsarmbänder knüpfen.
Bettina Mai von der Beratungsstelle des Diakonischen Werkes hatte das zentrale Thema des diesjährigen Weltkindertages mit einer originellen Idee aufgegriffen. Um Eltern und Kinder zu animieren, sich mit dem Thema Kinderarmut auseinander zu setzen, hatte sie durchsichtige Plastikeimer und viele bunte Bälle dabei. Jeder Standbesucher konnte nun die unterschiedlichsten Anzeichen für Kinderarmut – so zum Beispiel: Kinder sind arm, wenn sie nicht in Urlaub fahren können, wenn sie gebrauchte Kleidung tragen müssen, wenn sie nicht ins Kino oder in den Sportverein gehen können, kein eigenes Zimmer haben – gewichten, indem er die ihm drei zugeteilten Bälle in den Eimer mit der entsprechenden Aufschrift warf.
Beim Zusammenzählen der Punkte am Abend ergab sich, dass die meisten Besucher mit ihren Bällen die Meinung vertreten hatten, dass Kinder arm sind, wenn sie nichts zu essen haben. An zweiter Stelle lag die Aussage, dass arme Kinder schlechtere Chancen in Beruf und Schule haben. Aber auch im Eimer „Freunde zu haben“ lagen ganz viele Bälle. Bettina Mai wies darauf hin, dass auffällig viele Kinder mit Migrationshintergrund sich für diesen Punkt entschieden hätten. „Was habe ich davon, Geld zu haben und sitze dann allein in meiner Bude“, habe sie zu hören bekommen.
Für das leibliche Wohl sorgten mit einem Kuchenbuffet der Förderverein des Kindergartens Mahlum, die Weinbergschnecken aus Nette und der Förderverein der Grundschule Bornum. Dank einer großzügigen Spende von „EDEKA-neukauf“-Leiterin Anja Klauenberg, gab es auch noch Brezel und warmen Würstchen für die Kinder. Ein weiterer Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss des Kinderfestes war das Mitmach-Kinderkonzert von Jonathan Böttcher in der kleinen Turnhalle der Ambergauschule.
MiA-Leiterin Susanne Meyer in ihrem Resümee der Veranstaltung: „Für das erste Mal hat es schon prima geklappt.“ Im nächsten Jahr könne man das Organisatorische sicher noch verbessern. Sie werde versuchen, auch die Bockenemer Kindergärten und die Grundschule Bockenem zur Mitarbeit zu bewegen. Allerdings müsse überlegt werden, ob es wirklich notwendig sei, wieder ein relativ teures Kinderkonzertprogramm zu buchen. Durch Vernetzung der Bockenemer Vereine sei es bestimmt auch möglich, aus eigener Kraft ein attraktives Programm auf die Beine zu stellen.