Letzter Auftritt bei der „Langen Nacht“

Nach Einbruch der Dunkelheit macht das Toben in den Becken gleich doppelt so viel Spaß. Insgesamt 900 Gäste konnten begrüßt werden. (Foto: Vollmer)

Steelband aus Thornbury tritt im Stadtbad auf / Stadtbadförderverein zählt 900 Gäste

Ein besonderer Höhepunkt bei der „Langen Nacht“ im Bockenemer Freibad war der Auftritt der Steelband „Panache“ aus Thornbury. Schon öfters hat das Ensemble die Bockenemer bei verschiedenen Anlässen mit ihrem Spiel er­freut. Doch nun war es wahrscheinlich der letzte Auftritt, denn mit dem Ende der gemeinsamen Schulzeit löst sich die Band aus Bockenems englischer Partnerstadt auf. Ob jemals wieder eine neue Formation an den Start geht, dürfte mehr als fraglich sein. Gill Holmes, die seit Beginn an für die Gruppe verant­wortlich zeichnete, übte zuletzt nur noch in ihrer Freizeit die Stücke mit den jungen Leuten ein. Zwölf von ihnen waren nun im Ambergau zu Gast. Mit Sack und Pack reisten sie in einem gemieteten Transporter aus England an. „Wir freuen uns, die Steelband hier bei uns in Bockenem zu haben“, erklärte der Vorsitzende des Stadtbadfördervereins Bockenem, Gerhard Zerrenthin.
Traditionell hatte er die „Lange Nacht“ mit einem Kopfsprung vom Fünf-Meter-Brett eröffnet. Mit großem Be­dauern habe er zur Kenntnis genommen, dass sich die beliebte Band mit Abschluss des zwölften Schuljahres trennt. Den Gästen, die bis Mitternacht ihre Runden in den Becken drehen durften, wünschte er viel Spaß. Nach einigen verregneten Ver­anstaltungen sei die Freude bei den Initiatoren vom Stadtbad­förderverein über das angenehme Sommerwetter kaum mehr zu überbieten. Vor allem hatte das jugendliche Publikum nach Einbruch der Dunkelheit großen Spaß dabei, unter Flutlicht in der Schaukelgrotte zu toben oder eine rasante Partie auf der Breitrutsche zu unternehmen.
Gute Stimmung herrschte auch im Biergarten von Ulf Schliebaum, der neben kühlen Geträn­ken auch eine große Palette an leckeren Speisen servierte. Die Gruppe „Fit durchs Jahr“ vom Schwimmverein Poseidon Bockenem mixte wieder leckere Cocktails mit verheißungs­vollen Namen wie „Freibad Spezial“ oder „Rettungsschwim­mer“. Am Ende zählte das computergesteuerte Kassensystem 900 Besucher, die an dem Tag die neu gestaltete Anlage be­sucht haben. Der Spitzenwert liegt in diesem Jahr bislang bei 1800 Gästen. Sie alle wollten sich in der Woche vor den Ferien bei 35 Grad Celsius in den kühlen Fluten abkühlen. „Wir hoffen, dass wir in den kommenden Wochen noch viele tolle Tage hier im Freibad erleben“, er­klärte Gerhard Zerrenthin.
Der Stadtbadförderverein, der die „Lan­gen Nächte“ seit 2005 auf die Beine stellt, hatte das Um­feld der Beckenlandschaft durch die Anschaffung von Sitz­bänken und Palmen verschönert. Zusätzliche Lampen zwi­schen den beiden Becken verbessern zudem die Optik.