Lohnkluft zwischen Geschlechtern schließen

Die Gleichstellungsbeauftragten aus dem Landkreis Hildesheim haben sich im Bad Salzdetfurther Rathaus getroffen, um unter anderem über den Equal-Pay-Day zu sprechen. Die roten Taschen sind ein Erkennungszeichen für den Aktionstag, der am 23. März stattfindet. (Foto: Vollmer)

Kommunale Gleichstellungsbeauftragte stellen Weichen für Aktionstag am 23. März

Bockenem/Bad Salzdetfurth (vo). Die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten aus dem Landkreis Hildesheim haben sich in ihrer jüngsten Konferenz unter anderem mit dem Equal-Pay-Day beschäftigt, der am 23. März mit dem Schwerpunktthema „Lohnfindung“ stattfindet. 2008 wurde der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen auf Initiative der „Business and Professional Women (BPW)“ erstmals in Deutschland auf den Weg gebracht. Seinen Ursprung hat der Tag in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Verantwortlichen wollen auf die bestehende Lohnkluft zwischen den Geschlechtern hinweisen.
Diesen Gedanken griff der BPW Deutschland auf und startete die Initiative Rote Tasche, aus der heraus die Idee für die bundesweite Einführung des Equal-Pay-Day entstanden ist. „Die Taschen stehen für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen“, erläuterte die Bad Salzdetfurther Gleichstellungsbeauftragte Ursula Geiger, die Gastgeberin der Frühjahrs-Konferenz war. Zum Auftakt der Initiative hatten sich 6000 Frauen und Männer an rund 40 Aktionen und Veranstaltungen in 25 Städten beteiligt. 2009 formierte sich dann auf Anregung des BPW Deutschland ein nationales Aktionsbündnis, bestehend aus der Bundesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Frauenbüros und Gleichstellungsbeauftragten, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, dem Deutschen Frauenrat und dem Verband deutscher Unternehmerinnen. Das Interesse wuchs stetig an. 2011 zählten die Organisatorinnen bereits 90000 Teilnehmer an rund 370 Veranstaltungen. Auch in der Hildesheimer Innenstadt sind Aktivitäten vorgesehen.
Weiter sprachen die Gleichstellungsbeauftragten über die kommunale Anlauf- und Beratungsstelle für Opfer der Heimerziehung beim Landkreis Hildesheim. Abgerundet wurde die Tagung durch einen Impulsvortrag von Adelheid Ruppelt zum Thema „Stress“. Die Expertin gab den Tagungsteilnehmerinnen auch nützliche Hinweise, wie Stresssituationen besser bewältigt werden können.
Bei den Treffen der Gleichstellungsbeauftragten werden insbesondere Schwerpunkte in der Arbeit zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern erörtert, entsprechende Programme konzipiert sowie Informationen und Erfahrungen ausgetauscht.