Manege frei für den "Circus Pipirelli"

"Circus Pipirelli" in Bockenem: Drei Tage lang probten die Kinder fleißig. Wie hier zu sehen, hat bei der Generalprobe alles super geklappt. (Foto: Knoblich)

Ferienpass-Mitmach-Projekt: 27 talentierte Kinder waren mit dabei

Von Karsten Knoblich, Bockenem

Zu den festen Größen im Ferienpassangebot der Bockenemer Stadtjugendpflege gehören ohne Zweifel die Mitmachangebote. Das ist in diesem Jahr nicht anders. Mit Roger Koch kam jetzt wieder ein alter Bekannter in den Ambergau. Zusammen mit 27 Jungen und Mädchen aus Bockenem und Umgebung verwandelte er die kleine Turnhalle des Schulzentrums an der Mahlumer Straße in eine Manege, und zwar in die des bekannten "Circus Pipirelli".
Nun ist ganz sprichwörtlich ja noch kein Meister vom Himmel gefallen. Daher hieß es für die Kinder drei Tage lang kräftig üben, üben und nochmals üben. Aber sie machten ihre Sache ganz hervorragend. "Die Kinder sind konzentriert bei der Sache und versuchen schon beim ersten Vormachen zu erfassen, wie das wohl geht", berichtet Roger Koch, alias Clown Powkow, bei der Generalprobe am vergangenen Mittwoch. Seit mittlerweile 25 Jahren ist der freie Künstler mit dieser Art Mimachaktion in Schulen, Städten und Gemeinden unterwegs. Zeit genug, um viel Erfahrung im Umgang mit seinen manchmal ungestümen Schützlingen zu sammeln.
Beim Gastspiel des "Circus Pipirelli" in Bockenem jedenfalls lief alles wie am Schnürchen. Einige ungewohnte Übungen wurden mit Hilfestellung zum ersten Mal ausprobiert; dann noch ein wenig Anleitung und Unterstützung – und schon wurde selbst geprobt. Insgesamt 18 "Nummern" studierten die kleinen Nachwuchskünstler ein. "Gerade bei den Clownerien hatten die Kinder schon ganz eigene Ideen mitgebracht. Ich habe dann choreographisch alles nur noch ein wenig in die richtigen Bahnen gelenkt", sagt Roger Koch sichtlich stolz über "seine" Truppe. Überhaupt konnten die Kinder zunächst einmal Neues kennenlernen, intensiv ausprobieren und dann für die Abschlussvorführung in kleinen Gruppen ihre Spezialität einstudieren.
Apropos Abschlussvorführung: Die war natürlich auch diesmal der Höhepunkt des kurzweiligen Zirkusprojekts. Am frühen Mittwochabend zeigten die kleinen Künstlerinnen und Künstler vor großem Publikum, was sie so alles gelernt haben. Durch das Programm, dessen einzelne Programmpunkte jeweils mit passender Musik untermalt waren, führte Roger Koch als Zirkusdirektor höchst selbst. Eltern, Großeltern und Geschwister wurden nicht enttäuscht. Da gab es beispielsweise großen Applaus für die lustigen Clownsnummern oder für die rasante Fahrt auf dem Einrad, gab es staunende Blicke für die "lebenden Pyramiden" in den verschiedensten Variationen, wurden gekonnt Ball- und Tuchjonglage, Tellerdrehen sowie tolle artistische und akrobatische Darbietungen gezeigt. Dass neben den erwähnten Clownerien auch magische Momente nicht fehlen durften, versteht sich wohl von selbst.