„Museumsquartett“ rührt kräftig die Werbetrommel

Die Vertreter des „Museumsquartetts“ – ein Kreis, der sich künftig wohl öfter treffen wird (von links): Jürgen Nisse und Dirk Schulz, Yavanna Fiene, Jörg-Dieter und Erika Besch, Wilhelm Lehne, Johann Ludyga und Karl Baßek. (Foto: Knoblich)

Bockenemer Turmuhrenmuseum und weitere drei Museen im Südkreis zeigen per Flyer, was sie zu bieten haben

Wenn auch im Ambergau künftig vermehrt die Rede vom „Museumsquartett“ sein wird, dann ist damit nicht etwa ein Kartenspiel gemeint. Vielmehr steht dieser Begriff für die Vernetzung von vier Museen in der Region, die vor allem in puncto Werbung gemeinsame Sache machen wollen – und machen werden.

Von Karsten Knoblich

Bockenem. Die ersten Schritte in diese Richtung sind längst gemacht. Rückblende: Bereits im Juli vergangenen Jahres hatten sich die Vertreter des Stadthistorischen Salz- und Kali-Bergbaumuseums Bad Salzdetfurth, des Heimatmuseums Holle und des Bockenemer Turmuhren- und Heimatmuseums in Bockenem getroffen, um eine Art Netzwerk zu gründen. Der Gedanke dabei: Sich gegenseitig fördern und einen daraus resultierenden gemeinsamen Nutzen ziehen. Kaum hatte sich dieser Dreierverbund zusammengefunden, da gesellte sich mit dem Vogel- und Säugetier-Museum Bodenburg der vorläufig Vierte im Bunde dazu.
In der Zwischenzeit standen immer wieder gegenseitige Besuche auf dem Programm. Und jetzt, ein halbes Jahr später, ist die Zeit endlich reif, um „Nägel mit Köpfen“ zu machen. Dazu kam man abermals in Bockenem auf Einladung des hiesigen Museumsleiters Jörg-Dieter Besch und dessen Ehefrau Erika zusammen. Teilnehmer der Runde waren daneben der Leiter des Stadthistorischen Salz- und Kali-Bergbaumuseums Bad Salzdetfurth, Johann Ludyga, und dessen Vertreter Karl Baßek, vom Heimatmuseum Holle Jürgen Nisse und Dirk Schulz, Wilhelm Lehne vom Bodenburger Vogel- und Säugetiermuseum und nicht zuletzt Yavanna Fiene von der örtlichen Druckerei Lühmann.
Letzterer kam dabei eine besonders wichtige, weil beratende Funktion zu. Zunächst wird das Museumsnetzwerk nämlich mit einem so genannten Zick-Zack-Flyer an die Öffentlichkeit treten. „Museumsquartett aus dem Süden des Hildesheimer Landes“, so ist das Titelblatt der gefalteten, sechsseitigen Kleinbroschüre überschrieben. Auf jeweils einer Seite werden in der Folge die vier genannten musealen Einrichtungen mit ihren Angeboten sowie den Öffnungszeiten und Kontaktdaten kurz vorgestellt. Die letzte Seite schließlich ist für eine Übersichtskarte reserviert. Hier erhalten Interessierte schnell einen Überblick, wo sich die einzelnen Museen in der Region befinden.
Wie Jörg-Dieter Besch als Ergebnis dieser Zusammenkunft mitteilte, sollen im Erstdruck 6000 Exemplare hergestellt werden. Die Flyer gehen dann nicht nur in die beteiligten Museen, sondern auch in die Hildesheimer Tourist-Information und ähnlich gut frequentierte Einrichtungen beispielsweise in Vor- und Oberharz. Bereits in gut zwei Wochen soll der Entwurf fertig sein und der Flyer vorgestellt werden. Dann steht einer Werbung im größeren Stil nichts mehr im Wege. In einem nächsten Schritt ist übrigens ein Plakat im DIN A 3-Format mit Hinweis auf alle vier Museen geplant.