Nach 13:33 Stunden das Ziel erreicht

Katrin Ehrbar aus Bockenem hat in Köln die erste Marathon-Langdistanz absolviert. (Foto: Vollmer)

Bockenemer Leichtathletin Katrin Ehrbar schafft in Köln Königsdisziplin des Triathlons

Von Michael Vollmer,
Bockenem

Nachdem Katrin Ehrbar im letzten Jahr erstmalig auf die Mitteldistanz gegangen war, wagte sich die Bockene­merin dieses Jahr zum ersten Mal an die Königsdisziplin des Triathlons. Die meisten Wettkämpfe in diesem Jahr waren verregnet und die Teilnehmer mussten dazu noch mit niedrigen Temperaturen, sowohl im Wasser wie auch an der Luft, kämpfen. Aber in Köln hatte der Wettergott ein Einsehen.
Herrschten vor dem Termin für dieses Jahr noch unge­wöhnlich hochsommerliche Temperaturen von über 30 Grad, brachte leichter Regen die Luft zum Start auf angenehme 22 Grad. Um 7.05 Uhr ging es bei 21,9 Grad Wassertemperatur auf die 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke im Fühlinger See. Auf der zwei Kilometer langen Regattabahn konnte sich Katrin Ehrbar in ihrer Paradedisziplin sogar noch einige Teil­nehmer aus der Elitegruppe einholen, die fünf Minuten vorher gestartet waren. Nach 1:04 Stunden wechselte sie mit der neuntschnellsten Schwimmzeit der Damen auf die 180 Kilo­meter lange Radstrecke gehen. Die anfangs noch nasse Fahr­bahn trocknete mit der Zeit gut ab. Der zwischendurch einset­zende Nieselregen war auf der flachen, aber windanfälligen Radstrecke kein Problem. Nach 6:25 Stunden konnte die Boc­kenemerin locker auf die Laufstrecke gehen. Es blieben ihr jetzt doch noch acht Stunden Zeit, um rechtzeitig zum Ziel­schluss die 42,195 Kilometer zu bewältigen.
Diese Zeit schöpfte Katrin Ehrbar aber nicht voll aus. Für die größtenteils am Rheinufer führende Distanz, verbunden mit einem an­spruchsvollen Teil, der auch über die Hohenzollernbrücke, die Deutzer Brücke und durch die Kölner Altstadt führte, benö­tigte sie schließlich 5:46 Stunden. Mit einer Endzeit von 13:33 Stunden schloss die Triathletin ihre erste Langdistanz mit ei­nem acht Platz in ihrer Altersklasse erfolgreich ab. Die Platzie­rung spielt für Katrin Ehrbar allerdings nur eine untergeord­nete Rolle. Viel wichtiger war es, gerade bei dieser ersten Langdistanz überhaupt das Ziel zu erreichen.