Nachbau des Rekord-Diesels kommt voran

Der Rekorddiesel aus dem Jahr 1939 soll nachgebaut werden.

Arbeitskreis will Hanomag aus dem Jahr 1939 nachbauen / Auch auf der ABF vertreten

Das neue Projekt des hannoverschen Arbeitskreises Technik- und Industriegeschichte (AKTIG) kommt voran. Der ehrgeizige Plan, den Rekord-Hanomag von 1939 originalgetreu und funktionsfähig nachzubauen, findet inzwischen massive Unterstützung. Gerade hat der drittgrößte deutsche Automobilzulieferer, die Zahnradfabrik Friedrichhafen AG (ZF), einen Scheck in Höhe von 5000 Euro zugesichert. Ein Original-Fahrgestell des stromlinienförmigen Unikats, das Ende des Zweiten Weltkrieges in Hannover zerstört wurde, ist bereits aufgearbeitet, ein für die damaligen Weltrekorde eingesetzter 1,9 L-Dieselmotor steht ebenfalls zur Verfügung wie auch ein hochwertiges Design-Modell im Maßstab 1:3, das bereits auf einigen Messen, wie unter anderem der IAA-Nutzfahrzeuge und dem Automobilsalon in Paris, für Aufsehen gesorgt hat.
Als aufwändig gilt die Konstruktion der Aluminium-Karosserie des Fahrzeugs, für die zirka 95.000 Euro erforderlich sind. Der AKTIG ist zuversichtlich, den Nachbau mit Hilfe zusätzlicher Sponsoren bis Herbst 2014 realisieren zu können, exakt 75 Jahre nach den Weltrekordfahrten auf der Autobahn bei Dessau. Nach der originalgetreuen Rekonstruktion des weltweit ersten Motorflugzeugs von Karl Jatho setzt sich der AKTIG also für ein weiteres Zeugnis der herausragenden hannoverschen Technikgeschichte ein, die er zugleich in der Buchreihe „Es begann in Hannover...“ fortlaufend dokumentiert.
Interessenten können sich detailliert während der noch bis zum Sonntag dauernden ABF in Hannover informieren. Der Arbeitskreis Technik- und Industriegeschichte präsentiert seine ehrenamtlichen Projekte in der Halle 25, Stand A88, gemeinsam mit dem Luftfahrt-Museum Hannover-Laatzen und dem ge­meinnützigen Verein zur Förderung der Eilers Werke – Mobile Welten.