Naturfreunde fühlen sich an der Ostsee pudelwohl

 

Reisegruppe des CdN Bornum machte in Ueckermünde, Berlin, Peenemünde, Stettin und im Wörlitzer Park Station

Auch in diesem Jahr setzte der Club der Naturfreunde (CdN) Bornum die Reihe seiner beliebten Busreisen fort. Und auch diesmal gab es ein überaus attraktives Ziel. Mitte vergangener Woche startete der mit 49 Personen ausgebuchte Bus nämlich in Richtung Usedom.
Nachdem man sich in Magdeburg mit einem zünftigen Frühstück gestärkt hatte, ging es über die Autobahn 2 weiter nach Berlin. In der Hauptstadt wurde eine Stadtrundfahrt unternommen, die der Busfahrer wie gewohnt kenntnisreich und interessant kommentierte.
Nach einer Mittagspause besichtigten die Naturfreunde das Museum „Checkpoint Charlie“. Die Gruppe zeigte sich erstaunt über die Fantasie und die Strapazen, die die Flüchtlinge an den Tag legten, um dem Regime der DDR zu entkommen.
Hatte die Lufttemperatur inzwischen auch die 30-Grad-Marke überschritten, so war die Stimmung trotzdem gut. Weiter ging es über Pasewalk und Torgelow nach Ueckermünde, dem Domizil der nächsten vier Tage. Dort wurde gerade die 750-Jahr-Feier der Stadt vorbereitet. Da das Hotel direkt am Markt gelegen war, lebte man also direkt mit den Gauklern und Minnesängern. Nach einem zünftigen Grillabend ging der lange Tag zu Ende.
Am nächsten Morgen traf der Reiseführer für zwei Tage im Hotel ein. Direkt von Ueckermünde wurde per Schiff Swinoujscie (Swinemünde) angesteuert. Nach der zweieinhalbstündigen Seefahrt betraten die Bornumer polnischen Boden und nahmen mit dem Bus Kurs auf Usedom. Hier blieb nach einem Mittagssnack natürlich Zeit für die Besichtigung der neuen Seebrücke. Bei Live-Musik auf der Brücke und einem kühlen Eis verging die Zeit wie im Fluge. Über Bansin, Zempin und Karlshagen ging es dann nach Peenemünde. Dort fand im Jahr 1942 der weltweit erste Flug einer Rakete ins All statt. Der Reiseführer verstand es, den Bornumern die Sehenswürdigkeiten wie die V2 und das Kraftwerk zu erläutern. Wieder zurück im Hotel, kam auf die Naturfreunde ein weiteres Highlight zu. F. Wilkers aus dem „Ländlichen“ hatte sich angesagt. In der folgende Stunde blieb kein Auge trocken; die Lachmuskeln wurden arg strapaziert. F. Wilkers erzählte Anekdoten aus ihrem Leben, der ländlichen Idylle und von ihren Schürzen, unterstützt von Teilnehmern der Gruppe.
Der dritte Reisetag begann früh mit der Abfahrt nach Szczecin (Stettin). Zunächst wurde aber der „Polenmarkt“ besucht, um doch das ein oder andere Schnäppchen zu machen. Der Reiseführer machte die Gruppe unter anderem mit der Hakenterrasse, der Jacobikirche, dem Quitorp-Park mit Aue, der Grünen Schanze und viele weiteren Sehenswürdigkeiten vertraut. Da das Thermometer inzwischen 38 Grad anzeigte, ging es etwas früher Richtung Hotel. So konnte man nun die 750-Jahr-Feier in vollen Zügen genießen. Ein Feuerwerk rundete um Mitternacht den Tag ab.
Am folgenden Morgen startete der Bus zur Heimfahrt. Es ging aber erst einmal an Berlin vorbei in Richtung Dessau. Ziel war der Wörlitzer Park, Welterbe der Unesco, einer der frühesten und bedeutendsten Landschaftsparks Kontinentaleuropas.
Mit mehreren „Wörlitzer Gondeln“ fuhren die Naturfreunde durch die Seen und Kanäle. Als man anschließend bei einem Eis zusammen saß, konnte die Begeisterung der Teilnehmer kaum in Worte gefasst werden. Die letzte Etappe führte über Dessau, Aschersleben und Goslar zurück nach Bornum. Nach der Ankunft waren sich alle einig: „Nächstes Jahr sind wir wieder mit dabei“.