Nest mit Ausblick – Babystorch ist nun beringt

Regungslos harrt der kleine Storch im Horst aus. „Das ist normal“, erklärt der Experte. Vielleicht genießt er auch einfach nur den schönen Ausblick. (Foto: Vollmer)

Erste Geburt in Henneckenrode nach vier Jahrzehnten

Jetzt hat der kleine Storch aus Henneckenrode einen Namen: DEW-6T828.

So heißt er zumindest offiziell. Von der Familie Feser, auf dessen 23 Meter hohen Schornstein er vor guten vier Wochen das Licht der Welt erblickt hat, wird er aber liebevoll „Henni“ genannt. Für den Ort war die Storchengeburt schon eine kleine Sensation. Immerhin liegt die letzte mehr als 40 Jahre zurück. Umso größer ist nun das Interesse an dem Nachwuchs aus Henneckenrode. Wahrscheinlich hat es mehr als nur ein Storchenbaby gegeben. Ein Abkömmling hat es vermutlich nicht geschafft. Dennoch überwiegt die Freude, dass nach so langer Zeit der Horst hoch oben über den Ort wieder mit Leben erfüllt ist.
Nun war Bernd-Jürgen Schulz als ehrenamtlicher Mitarbeiter der Vogelwarte Helgoland vor Ort, um den kleinen Storch mit einem Ring auszustatten. Der Einbecker hatte auch den Steiger von der Firma Pro Baum aus Göttingen organisiert, der bereits bei seiner letzten Mission in Ellensen bei Northeim zum Einsatz gekommen ist. Doch da musste Sascha Jäger den Korb nicht so hoch in Richtung Himmel schicken. „Das ist schon ein schöner Ort. Besonders die Nisthilfe, die dort vor einiger Zeit angebracht wurde, hat besondere Dienste geleistet“, berichtet der Einbecker, der im vergangenen Jahr einen speziellen Lehrgang besucht hat, um die Störche beringen zu dürfen. Die mit zwei und drei Jahren doch sehr jungen Elterntiere sind bereits mit einem Ring ausgestattet. So konnte der Experte in einem speziellen Verzeichnis in Erfahrung bringen, woher sie stammen. Einer von ihnen ist auf einem 19 Meter hohen Silo in Glentorf bei Wolfsburg aufgewachsen. Registrierungsdatum ist der 3. Juli 2014. „Vielleicht hat er dort die Vorliebe für Schornsteine entwickelt“, vermutet Bernd-Jürgen Schulz, der bereits auf Kirchtürmen in Sachen Störche tätig war.

Den gesamten Bericht lesen Sie in der gedruckten Ausgabe vom 12. Juli 2017.