Neues Fahrzeug für Bockenemer Rettungswache

Ab sofort starten die Mitarbeiter des Arbeiter-Samariter-Bundes mit einem nagelneuen Rettungswagen von Bockenem aus zu ihren Einsätzen. Der Hildesheimer ASB-Geschäftsführer Markus Dolatka, Klaus Schmitz als Chef der Hildesheimer Berufsfeuerwehr, Wachenleiter Ulf Schipplick, ASB-Geschäftsführer Rettungsdienst Mohamed Abou-Taam sowie Landrat Reiner Wegner stellten das insgesamt rund 200.000 Euro teure Fahrzeug in Dienst. (Foto: Vollmer)

Top-ausgestatteter Rettungswagen für Arbeiter-Samariter-Bund kostet rund 200.000 Euro / 2000 Notfälle pro Jahr

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat in seiner Rettungswache in Bockenem einen neuen Rettungswagen in Dienst gestellt. Zur hochmodernen Ausstattung gehört auch ein spezielles Gerät, das die Position des Fahrzeugs in Fünf-Sekunden-Intervallen übermittelt und gleichzeitig die Einsatzdaten erhält. So kann die Leitstelle in Hildesheim den Rettungswagen alarmieren, der sich verkehrsgünstig zur Einsatzstelle befindet. Schließlich zählt auf dem Weg zum Patienten jede Sekunde. Insgesamt sind zwei Fahrzeuge in Bockenem stationiert. Ein weiterer steht als Reserve bereit.
In einem Jahr rücken die Mitarbeiter des ASB etwa zu 2000 Notfällen im Stadtgebiet von Bockenem, in der Gemeinde Holle sowie Teilen Bad Salzdetfurths aus. Landrat Reiner Wegner blickte auf den Übergang der Rettungswache vom Deutschen Roten Kreuz auf den Arbeiter-Samariter-Bund zum 1. April zurück. Viele der Mitarbeiter, die früher beim Deutschen Roten Kreuz tätig waren, seien nun in die Jacken des ASB geschlüpft. Der Landrat räumte ein, dass es nach der Ausschreibung ein erhebliches Durcheinander gegeben habe. Viele meinten, es funktioniere nicht. Die Retter hätten sich aber professionell auf die Situation eingestellt. Der Landrat wünschte der 17-köpfigen ASB-Mannschaft in Bockenem stets eine unfallfreie Fahrt. Bei der Gelegenheit blickte er auch auf die Rettungswache in Sehlem. Die Arbeiten würden aufgrund der bisher guten Wetterlage zügig vorangehen, sodass nun Richtfest gefeiert werden kann. Der Fahrzeugaufbau schlug mit 107.000 Euro zu Buche, einschließlich der neuen Ausstattung beläuft sich die Anschaffungssumme auf an­nähernd 200.000 Euro. Die Laufzeit eines Rettungswagens wird auf sechs Jahre oder 200.000 Kilometer begrenzt, erläuterte der beim ASB für den Rettungsdienst zuständige Geschäftsführer Mohamed Abou-Taam.