Nichts Neues bei Meteor

Kaufverhandlungen laufen weiter

Während der Betriebsversammlung am vergangenen Donnerstag gab Christopher Seagon, Insolvenzverwalter der Bockenemer Meteor Gummiwerke bekannt, dass bislang noch kein Kaufabschluss zu Stande gekommen ist. Verhandlungen würden derzeit mit vier ernsthaften Interessenten geführt werden, berichtet die Hildesheimer Allgemeine Zeitung.
Weiter heißt es, dass alle Investoren aus dem Ausland kämen und die beiden Meteor-Werke in Bockenem und Worbis sowie dem Konkurrenten Draftex aus Nordrhein-Westfalen zusammengeführt werden sollen. Ein Zusammenschluss mit dem ebenfalls insolventen Unternehmen würde eine der stabilsten Firmen der Branche erschaffen, meint der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Opitz.
Derzeit arbeiten im Bockenemer Werk noch 1400 Mitarbeiter. Viele würden inzwischen auf Grund der Ungewissheit freiwillig in andere Unternehmen wechseln, gerade die qualifizierten Kräfte. Trotzdem konnte der Ausschuss auf unter zehn Prozent gedrückt werden. Eine Traumquote, wie Seagon gegenüber der Hildesheimer Zeitung berichtete. Daher konnte auch der Umsatz trotz des Abbaus von inzwischen zirka 500 Mitarbeitern fast gehalten werden.
Eine Krise der Autobauer sieht der Insolvenzverwalter gelassen. Die Bockenemer seien als Weltmarktführer im Bereich für Gummidichtungen bei Cabrios gut ausgestellt. In diesem Bereich sei eher der gegenläufige Trend feststellbar: Geld werde gegen Sachwerte, wie auch hochwertige Autos, eingetauscht. Das wiederum kommt auch den Meteor Gummiwerken entgegen.
Trotzdem seien die Kaufverhandlungen nicht einfach. Einen potenzielle neuen Termin wollte Seagon denn auch vorerst nicht nennen.