Nun geht es an konkrete Projekte

Nach Zusage für ILEK: Regionalmanagement soll noch vor der Sommerpause gegründet werden

Große Freude nicht nur bei Bürgermeister Martin Bartölke: Bockenem bekommt in den kommenden sechs Jahren Fördermittel im Rahmen der „Integrierten ländlichen Entwicklung“ (ILE). Gemeinsam mit Holle, Bad Salzdetfurth und Schellerten wurde die Bewerbung Bockenems in der Region „nette-innerste“ von der Landesregierung positiv bewertet (der „Beobachter“ berichtete bereits). Die freudige Mitteilung bekam Bartölke per Telefon von einem Holler Amtkollegen Klaus Huchthausen, der als Sprecher der vier Städte und Gemeinden fungiert.

Mit der Aufnahme in das Projekt geht aber nur die Vorarbeit zuende. Die Arbeit an konkreten Projekten beginnt nun erst. Ganz am Anfang steht die Gründung eines Regionalmanagements. „Wir müssen klären, wie und wie groß wir das aufbauen wollen. In Alfeld wurden während der vergangenen Förderperiode dafür eineinhalb Stellen geschaffen. In Algermissen wurde es dagegen an ein Planungsbüro abgegeben“, erklärte Bartölke die unterschiedlichen Möglichkeiten. Der Abschluss der Bewerbung und die Gründungsversammlung für das Regionalmanagement soll noch vor der Sommerpause stattfinden und zwar in Bad Salzdetfurth, nachdem die bisherigen drei Veranstaltungen in den anderen Gemeinden stattfanden.
Was sind nun aber mögliche Projekte, die förderungsfähig wären? Eines, das bereits im Vorfeld immer wieder genannt wurde, ist die Sanierung der Turnhalle in Bornum. Die müsste dann zusätzlich als Versammlungsort für die Bornumer und die umliegenden Ortschaften umgebaut werden. Angedacht ist ohnehin, einen Raum für die Dorfgemeinschaft einzurichten.
Daneben stehen aber auch Ideen für alle vier Städte und Gemeinden gemeinsam. Statt eines Stadtmarketings für jeden Einzelnen, ist ein Regionalmanagement für alle zusammen möglich. Auch die Verbesserung der Breitbandversorgung in Holle, Bad Salzdetfurth und Bockenem steht ganz oben auf der Agenda. Abwanderung verhindern ist ein weiteres Thema. Dies könnte über Familienförderung beim Erbwerb eines Hauses oder Grundstückes erfolgen.
Das alles sind jedoch nur einige Vorschläge, die zunächst noch diskutiert und konkretisiert werden müssen. Bisher haben an den Versammlungen rund 60 Personen teilgenommen. Die werden auch künftig wieder mit eingeladen. Zusätzlich können in bestimmten Bereichen dann aber auch weitere Interessierte hinzukommen. Entsprechende Möglichkeiten werden rechtzeitig bekannt gegeben.
„Wir haben nun jede Menge Arbeit vor uns und viel abzuklären. Zwar wurde bereits viel getan. Doch solange man nicht eine 100-prozentige Zusage hat, ist vieles natürlich nicht möglich oder es gibt anderes zu tun“, so Bartölke gegenüber dem „Beobachter“. Die aktuelle Förderperiode geht von 2014 bis 2020, effektiv wird sie jedoch von 2016 bis 2022 andauern.
Ob Bockenem auch die zweite Förderungsmöglichkeit bekommt, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Dabei geht es dann um das ISEK, also das städtebauliche Entwicklungskonzept. Damit würde dann die Bockenemer Innenstadt Zuschüsse für Sanierungen bekommen.