Nur noch sechs Wochen bis zum großen Badespaß

Voll im Zeitplan: die laufenden Arbeiten im Bockenemer Freibad; links das Nichtschwimmer-, rechts das 25-Meter-Becken, im Hintergrund links das neue Technikgebäude. (Foto: Klaube)

Arbeiten im Freibad Bockenem liegen voll im Plan / Diskussion um neue Eintrittspreisregelung hat begonnen

Bockenem (LB). Der 1. Juni als anvisierter Termin zur Eröffnung des dann umgestalteten Freibades Bockenem wird aller Wahrscheinlichkeit nach eingehalten werden können. Das teilte dieser Tage Bürgermeister Martin Bartölke auf Anfrage mit. Vielleicht könne man die Eröffnung sogar noch eine Woche vorziehen. Die Bauarbeiten jedenfalls hätten keinerlei Verzögerung ergeben. Erfreulich sei auch, dass die Kosten im vorgegebenen Rahmen von 2,1 Millionen Euro verblieben seien.
Nach Fertigstellung werden auf den Teil für die Schwimmer 540 Quadratmeter und auf den für die Nichtschwimmer 460 Quadratmeter entfallen. Das sind in der Summe zehn Prozent weniger als die frühere Anlage maß.
„Wir gehen davon aus, dass sich im neuen Bockenemer Freibad mit seinem 25-Meter-Becken das Nutzerverhalten gegenüber früher nicht ändern wird“, ist der Bürgermeister überzeugt. Die rund 40.000 Besucher, die zuletzt gezählt wurden, werde man wieder erreichen. Die vorgenommene Veränderung der Beckenlänge von 50 auf 25 Meter würden höchstens Leistungsschwimmer beklagen, deren Zahl angesichts der Gesamtmenge der Besucher aber nicht so sehr ins Gewicht falle.
Die neue Technik wird dafür sorgen, dass im Schwimmerbecken künftig eine Wassertemperatur von 24 Grad und im Nichtschwimmeerbecken eine von 25 Grad gehalten werden kann. Den künftigen Eintrittspreis wird der Rat auf seiner nächsten Zusammenkunft festsetzen. Da es seit dem Jahr 2004 keine Veränderung mehr gegeben hat, stünde allein aufgrund der seitdem verstrichenen Zeit von acht Jahren ein Inflationsausgleich an, gibt der Bürgermeister zu bedenken. Verschiedene Vorschläge seien inzwischen durchgespielt worden. Ihm persönlich gehe es dabei um ein gerechteres Preismodell. So sei zum Beispiel schwer zu vermitteln, dass bislang mit 132 Euro in der Saison eine fünfköpfige Familie den gleichen Eintrittspreis zu zahlen habe wie eine Mutter mit einem Kind. In diesem Fall könnte in besagter Familie auch der zweite Erwachsene preislich herangezogen werden. Auch könnte man ein Rabattsystem für sozial Schwache und für Studenten einführen und das praktizierte Punktesystem in ein Rabattsystem umwandeln, so wie es auch in zahlreichen anderen Bädern gehandhabt werde.
Auf jeden Fall – das zeigt auch die Reaktion aus den Ratsfraktionen und den betroffenen Vereinen – gibt es in dieser Hinsicht derzeit viel Bewegung. Entscheiden soll der Rat der Stadt darüber in seiner Sitzung am 14. Mai.