Pkw prallt frontal gegen Bus - Fahrer stirbt

Für einen 77 Jahre alten Mann aus dem Stadtgebiet von Bockenem kam jede Hilfe zu spät. Sein Wagen prallte frontal gegen den Bus. Warum er in den Gegenverkehr geriet, ist bislang noch unklar. (Foto: Vollmer)

77-Jähriger kommt auf dem Weinberg ums Leben / Wagen gerät aus ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 243 ist am Freitagnachmittag ein 77 Jahre alter Mann ums Leben gekommen.

Der Bockenemer war mit seinem VW gegen 14.40 Uhr zwischen dem Söder Heidekrug und Nette aus bisher noch ungeklärter Ursache in den Gegenverkehr geraten. Dort kollidierte er frontal mit einem Linienbus eines Seesener Unternehmens, der zum Glück ohne Fahrgäste in Richtung Wesseln unterwegs war. Der 58 Jahre alte Busfahrer, der ebenfalls im Stadtgebiet von Bockenem wohnt, erlitt schwere Verletzungen. Feuerwehrleute mussten ihn aus dem Wrack befreien.
Für die Einsatzkräfte bot sich auf dem Weinberg ein schreckliches Bild. In einem Radius von 50 Metern lagen die Trümmerteile beider Fahrzeuge verstreut. Warum der Autofahrer kurz vor Beginn der Serpentinen in den Gegenverkehr geriet, ist für die Polizei derzeit noch ein Rätsel. Durch den Zusammenstoß wurde der Bus nach rechts von der Fahrbahn abgewiesen und prallte dort gegen einen massiven Straßenbaum. Der VW des Bockenemers blieb stark beschädigt auf der Fahrbahn stehen. Beide Männer waren in ihren Fahrzeugen eingeklemmt. Der 77 Jahre alte VW-Fahrer war offenbar auf der Stelle tot. Der Notarzt konnte ihm nicht mehr helfen.
Aufgrund der Schwere des Unfalles schickte die Leitstelle ein Großaufgebot an Kräften zum Weinberg. Wenige Minuten später erreichten 30 Retter der Freiwilligen Feuerwehren aus Bockenem und Nette den Unfallort. „Der Busfahrer war während der Rettungsmaßnahmen ansprechbar. Die Bergung konnte daher sehr behutsam vollzogen werden“, berichtete ein Sprecher der Polizei Bad Salzdetfurth. Nach etwa 45 Minuten konnte der Fahrer des Linienbusses befreit werden. In Notarztbegleitung wurde er in ein Hildesheimer Krankenhaus gebracht. „Er scheint nach derzeitigem Stand noch glimpflich davongekommen zu sein“, berichtet ein Polizeibeamter. Anschließend wurde mit schwerem Gerät der Leichnam aus dem völlig zerstörten VW geborgen. Es entstand an beiden Fahrzeugen ein Totalschaden von rund 30.000 Euro.
Neben drei Fahrzeugen des Polizeikommissariats aus Bad Salzdetfurth waren auch eine Besatzung der Hildesheimer Polizei, zwei Rettungswagen, ein Notarztwagen, ein Bergeunternehmen für den zerstörten Bus und die Straßenmeisterei aus Bockenem vor Ort. Die Bundesstraße war am Freitagabend für die aufwändigen Bergungsarbeiten bis 21 Uhr voll gesperrt.