Plätze im Schatten waren gefragt

Rund 300 Gäste waren bei bestem Wetter zum Pfingsttreffen am Dillsgraben gekommen. (Foto: Vollmer)

Traditionelles Pfingsttreffen am Dillsgraben von Bilderbuchwetter begleitet / „Das Fest des Lebens feiern“

Ein paar Regentropfen am frühen Morgen bringen den passionierten Besucher des Pfingsttreffens am Dillsgraben keinesfalls aus der Ruhe. Da hat es schon andere Jahre mit Sturm, Hagel und Starkregen gegeben. 2013 musste die beliebte Veranstaltung sogar wegen der unbeständigen Wetterlage komplett ausfallen. Doch davon konnte in diesem Jahr keine Rede sein.

Herrlicher Sonnenschein und hochsommerliche 26 Grad Celsius sorgten dafür, dass die Gäste nur so zu dem oberhalb von Bockenem gelegenen Ausflugsziel strömten. Viele kamen mit dem Rad, andere unternahmen eine kleine Pfingstwanderung.
Pünktlich eröffnete Pastor Ralph Thomas Strack den Tag mit einer Andacht unter freiem Himmel. Die Laubbäume boten dabei reichlich Schatten. „Pfingsten ist die Einladung Gottes, das Fest des Lebens zu feiern“, erklärte der evangelische Theologe. Die Menschen sollten nicht nur den Blick nach vorn oder in die Vergangenheit richten, sondern auch das Hier und Jetzt näher betrachten.
Der Nachwuchs des Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Bockenem umrahmte mit Unterstützung aus dem Stammorchester die Andacht. Auf den Auftritt hatten sie sich viele Wochen vorbereitet. Anschließend spielte der komplette Musikzug unter der Leitung von Thomas Linde zur Unterhaltung der rund 300 Gäste auf.
Mit dem Besuch ist auch der Vorsitzende der Spielgemeinschaft Treppenterrier Bockenem, Bubi Reis, sehr zufrieden. „Das ist eine tolle Kulisse hier am Dillsgraben“, sagte der Chef der Treppenterrier. Zum ersten Mal lag die Organisation ausschließlich in den Händen der Treppenterrier. In den übrigen Jahren war ebenfalls noch der Verkehrsverein Ambergau an der Organisation beteiligt. Nach dessen Auflösung setzen nun die Treppenterrier alle Hebel in Bewegung, damit Pfingsten weiter am Dillsgraben gefeiert werden kann. „Doch auch in früheren Zeiten lag ein Großteil der Organisation schon bei uns“, betonte Bubi Reis, der allen Helfern für ihre Mühe dankte. Die Spielgemeinschaft sei auch in Zukunft darum bemüht, verschiedene Reparaturen wie zum Beispiel an der Hütte zu erledigen.
Nach dem Gottesdienst gab es für das Team der Treppenterrier kaum eine ruhige Minute. Kühle Getränke und leckere Speisen vom Grill standen in der Gunst der Besucher ganz oben. „Das war ein toller Tag“, waren sich alle Besucher einig.