Prof. Hartmut Weule ist Bockenem treu geblieben

Besucht regelmäßig seine Heimatstadt Bockenem: Hartmut Weule. (Foto: bo)

Ururenkel von Johann Friedrich Weule feierte gestern seinen 70. Geburtstag

Bockenem (bo). Am gestrigen Freitag feierte Prof. Dr.-Ing. Hartmut Weule, Urur-Enkel des Gründers der Bockenemer Turmuhrenfabrik und Glockengießerei Johann Friedrich Weule, seinen 70. Geburtstag. Schon seit Jahrzehnten arbeitet und lebt der Jubilar im Süddeutschen. Der 1940 in Bitterfeld geborene Weule ist seiner Heimatstadt Bockenem aber bis heute treu geblieben. Vier- bis fünfmal im Jahr stattet er der Ambergaumetropole einen Besuch ab und kehrt schaut dann auch immer gern im Turmuhren- und Heimatmuseum am Buchholzmarkt vorbei. Dort erinnern Dutzende von Turmuhren an die einstige Fabrik seines Ururgroßvaters.
Hartmut Weule hatte als Ingenieur und Wissenschaftler eine ungewöhnliche Karriere. Nach dem Abitur am Seesener Jacobson-Gymnasium studierte er Maschinenbau an der Technischen Universität Braunschweig. Nach der Promotion im Jahre 1972 und beruflichen Stationen bei der Firma AEG und an der Technischen Universität Braunschweig trat er 1973 in die Abteilung Verfahrensentwicklung für den Karosseriebau der Daimler-Benz AG in Sindelfingen ein, wo er rasch zum Fachbereichsleiter für Verfahrenstechnik aufstieg. 1979 wurde er Honorarprofessor an der Universität Stuttgart. 1982 wurde er auf die Professur für Werkzeugmaschinen und Betriebstechnik an der Universität Karlsruhe berufen. Von 1990 bis 1997 war er im Vorstand des Daimler-Benz-Konzerns für das Ressort Forschung und Technik verantwortlich. Von 1997 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2003 war er wieder an der Universität Karlsruhe tätig.
Vor fünf Jahren erhielt Prof. Hartmut Weule in Anerkennung seiner Verdienste in Forschung, Lehre, Wissenschaftsverwaltung und Wirtschaft das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.