Rudi Herzog übergibt an Manuela Pradella

Ortsvorsteher Bernd Winter (rechts) dankte Rudolf Herzog für seine gut elfjährige Tätigkeit als Ortshäuser Dorfchronist. Die offizielle Verabschiedung durch Stadtheimatpfleger Dieter Rüdiger (links) steht noch aus.

Ortshäuser Ortschronist übergibt sein Amt nach mehr als elf Jahren / Einwohnerzahl gestiegen

Mehr als elf Jahre lang hatte Rudolf Herzog das Amt des Ortshäuser Ortschronisten inne. Zum Jahreswechsel gibt er den Stab nun an Manuela Pradella weiter. Während des Jahresrückblickes im Dorfgemeinschaftshaus wurde er von Ortsvorsteher Bernd Winter verabschiedet. Die offizielle Verabschiedung vom Stadtheimatpfleger Dieter Rüdiger findet zu einem späteren Zeitpunkt statt.
Der Ortschronist wühlt sich durch die regionalen Zeitungen, ist bei Festen und Veranstaltungen dabei, schießt Fotos und sammelt Mitteilungen von den Vereinen und Verbänden des jeweiligen Ortes. Schön zusammengeführt kommen alle Informationen eines Jahres dann in das Stadtarchiv. „Die Tätigkeit ist ideal für Zugereiste. Sie können meist unbeeinflusster an die Sache herangehen“, sagt Herzog, der selbst aus Langenhagen kommt, seit 1977 zwischen der nördlich von Hannover gelegenen Stadt und Ortshausen pendelte und im Jahr 2000 komplett in den Ambergau zog. Er selbst übernahm den Posten im Oktober 2004 von Ute Feuerhahn. Diese hatte die erste Chronistin Christa Steinhoff abgelöst, die von März 1987 bis Ende 1997 alles rund um Ortshausen gesammelt hatte.
Für seine langjährige Tätigkeit wurde Rudi Herzog sowohl von Ortsvorsteher Winter als auch vom Stadtheimatpfleger Rüdiger gedankt und ein kleiner Präsentkorb überreicht.
Winter selbst gab einen kurzen Rückblick auf das Jahr 2015. Neben den üblichen Veranstaltungen gab es als Highlight sicher das Dorffest mit dem Meileraufbau. Eine erfreuliche Nachricht hatte der Ortsvorsteher auch bezüglich der Einwohnerzahl. Die ist in 2015 nämlich von ingesamt 236 auf 246 angestiegen. Den Hauptwohnsitz haben derzeit 232 Bewohner inne (1.1.2015: 224), als Nebenwohnsitz sind 14 gemeldet (1.1.2015: 12). Geburten gab es in diesem Jahr nicht, es sind also einige Menschen „eingewandert“. Aktuell stehen noch zwei Häuser in Ortshausen leer.
Auch das Stadtoberhaupt Bockenems kommt nun aus dem Dorf. Denn bei der Bürgermeisterwahl setzte sich bekanntlich Rainer Block durch. In seinem Heimatort bekam er satte 94 Prozent der Wählerstimmen. Block selbst war ebenfalls vor Ort und blickte ein wenig auf das Jahr 2016 voraus. Bernd Winter hingegen wird bei den Kommunalwahlen am 11. September 2016 nicht erneut antreten „Nach 20 Jahren wird es Zeit für frischen Wind“, erklärte er. Da Ortshausen keinen Ortsrat hat, wird der Ortsvorsteher dort von der Partei ernannt, die die meisten Stimmen auf sich vereinigen kann.
Zum Abschluss wies Winter auf den ortsansässigen Imker Johan Haller („Der Honig von ihm schmeckt viel besser als aus dem Supermarkt“) und die Kronkorkensammelaktion für das Eulenspiegelmuseum in Schöppenstedt hin.