Schöne Feste, aber Ärger im Anschluss

Ein großer, stinkender Fettfleck in der Bushaltestelle ist die Hinterlassenschaft des Dorffestes in Nette.

Diebstahl, Sachbeschädigung und ein Leichtverletzter in Nette

Nettes Ortsbürgermeisterin Patricia Neddermeier ist verärgert. Zweimal ist es nach Festen im Ort im Anschluss zu Vandalismus gekommen. Nach dem Oktoberfest des Musikzuges vor gut zwei Wochen gab es dabei sogar einen Leichtverletzten.

Unbekannte Täter hatten zirka zehn Gullideckel von ihrem angestammten Platz gehebelt und in der Umgebung abgelegt. Als eine kleine Gruppe von Feiernden, zu der auch die Ortsbürgermeisterin gehörte, im stockdunkeln gegen 2.30 Uhr auf dem Heimweg war, lag ein Einwohner plötzlich auf dem Boden. Er war in eines der Gullylöcher getreten. Glücklicherweise war es nur einer der Kleinen. Nicht auszudenken was vielleicht passiert wäre, wäre er in einen der großen Gullys hineingerutscht. So hatte er sich „nur“ am Bein verletzt.
Neddermeier sicherte die Poststraße daraufhin erst einmal mit einem kleinen Warndreieck und rief die Polizei. Die fand dann auch noch eine herausgerissene Bank am Welfenplatz. „Das ist kein Spaß mehr. Die Verletzungsgefahr ist sehr groß. Es kann auch ein Auto in ein Gullyloch fahren“, empört sich Patricia Neddermeier zurecht.
Zumal es nicht der erste Vorfall war. Bereits beim Dorffest am 22. und 23. Juni kam es zu Diebstahl und Vandalismus. In der Nacht, zwischen 2 und 7.30 Uhr, wurde vom Festort eine Doppelfriteuse im Wert von mehreren Hundert Euro entwendet. Anschließend zogen die Täter durch das Dorf und verteilten das darin befindliche Fett. Vor allem die Bushaltestelle war betroffen, denn dort landete ein Großteil des Fettes mit den restlichen Pommes. Ein großer Fleck „ziert“ seitdem den Ort.
„Vor allem im Sommer stank es dort entsetzlich. Trotz zahlreicher Versuche konnte der Fleck bislang nicht komplett entfernt werden. Außerdem wurden mehrere Biergläser zerschlagen“, blickt Neddermeier zurück.
Inzwischen sind bei der Polizei Anzeigen wegen Diebstahl, Sachbeschädigung und Gefährdung des Straßenverkehrs eingegangen. Sollte ein Einwohner zu den Taten Beobachtungen gemacht haben, sollte er sich bei der Polizei melden. Die Einwohnerschaft hofft nun, dass die nächsten Feste im Ort nicht nur gut verlaufen, sondern auch im Nachgang nichts mehr passiert.