Schulfest als Zeichen gegen Rassismus

Zeichen gegen Rassismus: Dutzende Luftballons mit Botschaften gegen Fremdenfeindlichkeit flogen am Donnerstag in den Himmel.

Oberschüler ließen beim Tag der offenen Tür bunte Luftballons fliegen

Dutzende bunte Luftballons flogen am Donnerstagnachmittag in den strahlend blauen Himmel über Bockenem. Daran befestigt waren Zettel mit Botschaften gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Ausgedacht hatte sich diese Aktion der Wahlpflichtkurs Gesundheit und Soziales des 10. Jahrgangs der Oberschule Bockenem. „Wir wollen damit ein Zeichen gegen die vielen rassistischen Schmierereien an der Schule in der vergangenen Zeit setzen“, erklärt Schülerin Anne Molnaer. Neben den Luftballons hatte der Kurs mehrere Stellwände gegen fremdenfeindliche Einstellungen in der Pausenhalle aufgestellt.
Beim Tag der offenen Tür gab es natürlich noch viele andere Themen. Die Klassen und Kurse hatten sich allerhand ausgedacht, um Eltern, Geschwister oder sonstige Verwandte und Freunde zu unterhalten. Da es nach einem noch regnerischen Mittag im Laufe des Tages immer schöner wurde, konnten auch die Angebote auf dem Außengelände stattfinden. Für die derzeitigen Viertklässler bot sich die Chance, sich über die Arbeit in der Oberschule zu informieren.

Die „Nordseeküste“ im Klassenraum

In der kleinen Sporthalle, die ab dem kommenden Dienstag auch ganz offiziell den Namen „Wilhelm-Busch-Halle“ tragen wird, führte die Klasse 7a mehrfach Sketche auf. Natürlich gab es auch mehrere musikalische Vorträge. Die 5b hatte einen ganzen Raum mit Mitbringsel von ihrer Klassenfahrt nach Cuxhaven eingerichtet und berichtete über die Nordsee.
Bei den Forscher- und Technikprofilen gab es allerhand Versuche zu bestaunen oder selbst durchzuführen. So zum Beispiel einen „magischen“ Brei, bei dem man mit Gewalt nicht weiterkam. Auf dem Schulhof wurden Wasserraketen verschossen, was natürlich vor allem bei den jüngeren Besuchern und Schülern gut ankam. Aus Holz konnte eine Propellermaschine gebastelt werden und auch Robotertechnik wurde vorgestellt. Verschiedene Projekte wie Comenius, das ecuadorianische Schulpatenkind Nestor oder die Baby-Bedenkzeit wurden ebenfalls bekannt gemacht. Hungern musste selbstverständlich auch niemand. Ob herzhaft oder süß, Gegrilltes oder englische Küche, da blieb kaum ein Wunsch offen. So war auch Schulleiterin Dagmar Pallinger am Ende sehr zufrieden mit der ganzen Veranstaltung.